Europa
Europäische Weltraumorganisation (ESA)
Das neue Jahr begann mit einem schwerwiegenden Cybersicherheitsvorfall, der Auswirkungen auf die Luft- und Raumfahrt- sowie die Verteidigungsbranche haben könnte. Am 7. Januar bestätigte die Europäische Weltraumorganisation (ESA) einen erheblichen Datenleck, bei dem im Rahmen von zwei separaten Cybervorfällen mehr als 700 GB an Daten offengelegt wurden.
Anfang dieser Woche gab die Hackergruppe „Scattered Lapsus$ Hunters“ bekannt, dass sie bereits im September 2024 durch Ausnutzung einer öffentlich bekannten Sicherheitslücke Zugriff auf ESA-Server erlangt habe. Die Gruppe gibt an, etwa 500 GB an Daten abgezogen zu haben, darunter Betriebsverfahren, Details zu Raumfahrzeugen und Missionen, Dokumentation zu Subsystemen sowie sensible Informationen von Auftragnehmern im Zusammenhang mit ESA-Partnern wie SpaceX, der Airbus Group und Thales Alenia Space. Dies folgte auf einen separaten Vorfall im Dezember, als ein anderer Cyberkrimineller mehr als 200 GB an ESA-Daten in einem Dark-Web-Forum zum Verkauf anbot.
Den Angreifern zufolge enthalten die gestohlenen Dateien hochsensible Informationen zu verschiedenen Weltraumprogrammen und ESA-Missionen. Noch besorgniserregender ist, dass die Gruppe behauptete, die Sicherheitslücke sei noch nicht behoben worden, was ihnen möglicherweise weiterhin Zugriff auf die Live-Systeme der ESA verschafft.
Wie sich dies auf Ihr Unternehmen auswirken könnte
Dieser Vorfall zeigt, wie unbekannte oder nicht behobene Sicherheitslücken Angreifern einen freien Weg selbst in gut geschützte Umgebungen ebnen können. Sind sie erst einmal im System, können sich Angreifer unbemerkt durch die Systeme bewegen und auf sensible Daten zugreifen, bevor sie entdeckt werden. Automatisierte Penetrationstests können Unternehmen dabei helfen, diese verborgenen Schwachstellen und potenziellen Angriffspfade frühzeitig zu erkennen und so das Risiko eines erfolgreichen Angriffs zu verringern.