Europa
Europäische Kommission
Im Rahmen eines der schwerwiegendsten Cybervorfälle untersucht die Europäische Kommission derzeit einen Cyberangriff, der ihre Cloud-Infrastruktur betraf und zum Diebstahl von 350 GB Daten aus ihrem Portal „Europa.eu“ führte.
Nur wenige Monate nach einem früheren Vorfall im Zusammenhang mit einem System zur Verwaltung mobiler Endgeräte wurde das Exekutivorgan der Europäischen Union erneut zum Ziel eines Angriffs. Berichten zufolge betraf der jüngste Angriff die Amazon Web Services-Umgebung der Kommission, auf der die Plattform „Europa.eu“ gehostet wird. Das Ausmaß des Datendiebstahls hat Bedenken hinsichtlich möglicher Auswirkungen auf die für die Nutzer zugänglichen Dienste ausgelöst.
Unterdessen bekannte sich die Cyberkriminellen-Gruppe ShinyHunters zu dem Angriff und veröffentlichte Screenshots, die angeblich Mitarbeiterdaten und den Zugriff auf einen E-Mail-Server zeigen, als Beweis für den Hackerangriff.
Wie sich dies auf Ihr Unternehmen auswirken könnte
Diese wiederholten Angriffe finden zu einer Zeit statt, in der die EU und Großbritannien die Vorschriften zur Cybersicherheit branchenübergreifend verschärfen. Rahmenwerke wie die NIS2-Richtlinie der EU und ähnliche britische Vorschriften verlangen von Organisationen die Umsetzung strengerer Maßnahmen in den Bereichen Risikomanagement, Meldung von Vorfällen und Sicherheit in der Lieferkette. In diesem Umfeld ist die Stärkung der Abwehrmaßnahmen von entscheidender Bedeutung, um die Vorschriften einzuhalten und gegenüber sich weiterentwickelnden Bedrohungen widerstandsfähig zu bleiben.