Vereinigte Staaten
Microsoft-Nutzer
Am Donnerstag, dem 23. Juli, kam es zu einer großflächigen Störung, von der Microsoft-Nutzer betroffen waren und die den Zugriff auf Azure- und Microsoft 365-Dienste beeinträchtigte.
Die Störung begann am 23. Juli um 10:44 Uhr ET und betraf vor allem Kunden, die über eine mit der Azure-Region „West US“ von Microsoft verbundene Netzwerkinfrastruktur auf Microsoft 365-Dienste zugreifen. Microsoft verfolgte den Vorfall unter der ID MO1437424 und bestätigte, dass mehrere Microsoft 365-Dienste betroffen waren, darunter OneDrive, SharePoint Online, Microsoft Teams, das Microsoft 365-Verwaltungscenter, Power Automate, Copilot Chat und Microsoft Loop.
Microsoft gab später bekannt, dass der Ausfall während routinemäßiger Gerätewartungsarbeiten in der Azure-Region „West US“ ausgelöst wurde, wo bestimmte Netzwerkpfade isoliert wurden. Das Unternehmen erklärte, dass sein Wartungsprozess diese Anfragen in für das System lesbare Anweisungen umwandelt und vor Beginn der Arbeiten überprüft, ob mindestens einer von zwei redundanten Netzwerkpfaden funktionsfähig bleibt. Ein Fehler im System zur Umwandlung der Anfragen führte jedoch dazu, dass zusätzliche Netzwerkgeräte fälschlicherweise als Teil des Wartungsvorgangs identifiziert wurden, was zu einer weitreichenden Dienstunterbrechung führte.
Wie sich dies auf Ihr Unternehmen auswirken könnte
Dieser Vorfall verdeutlicht die Risiken, die mit der ausschließlichen Nutzung eines einzigen Cloud-Anbieters für geschäftskritische Workloads verbunden sind. Auch wenn dieser Ausfall durch einen Wartungsfehler und nicht durch einen Cyberangriff verursacht wurde, zeigt er doch, wie Unternehmen den Zugriff auf kritische Anwendungen und Daten verlieren können, wenn Cloud-Dienste nicht mehr verfügbar sind. Um dieses Risiko zu verringern, sollten Unternehmen für ihre Azure-Workloads Backup-Lösungen von Drittanbietern einsetzen, die Backup-Daten außerhalb des Azure-Tenants speichern. So stellen sie sicher, dass sie kritische Daten wiederherstellen und die Geschäftskontinuität auch bei größeren Störungen der Cloud-Dienste aufrechterhalten können.