Vereinigte Staaten
Ministerium für Innere Sicherheit
Das US-Ministerium für Innere Sicherheit (DHS) untersucht einen Cyberangriff, durch den das Homeland Security Information Network (HSIN) kompromittiert wurde – eine Plattform für den Austausch sensibler Informationen, die von Partnern auf Bundes-, Landes- und Kommunalebene sowie aus der Privatwirtschaft genutzt wird.
HSIN ist eine Plattform des DHS, die den Austausch sensibler, aber nicht als geheim eingestufter Informationen zwischen Regierungsbehörden, internationalen Organisationen und Partnern aus der Privatwirtschaft erleichtern soll. Der Angriff soll zwischen Ende Mai und Anfang Juni stattgefunden haben, wobei ein unbekannter Angreifer sowohl die HSIN-Server als auch ein SharePoint-Kollaborationssystem ins Visier genommen hat. Das DHS setzt seine Ermittlungen fort und hat den Vorfall bislang keinem bestimmten Angreifer zugeordnet. Es ist zudem weiterhin unklar, ob bei dem Angriff Dokumente gestohlen wurden.
Da die USA derzeit für die Sicherheit der landesweit ausgetragenen Spiele der FIFA-Weltmeisterschaft zuständig sind, wächst die Sorge, dass durch den Datenverstoß sensible Informationen zur Sicherheitsplanung, zur behördenübergreifenden Koordination oder zu Notfallmaßnahmen offengelegt worden sein könnten.
Wie sich dies auf Ihr Unternehmen auswirken könnte
US-Behörden sind in den letzten Monaten mit einer steigenden Zahl von Cyberangriffen konfrontiert worden. Organisationen, die mit der Regierung zusammenarbeiten, sollten ihre Abwehrmaßnahmen verstärken, indem sie strenge Zugriffskontrollen durchsetzen, verdächtige Aktivitäten kontinuierlich überwachen, Sicherheitsupdates umgehend installieren und einen gründlich getesteten Plan zur Reaktion auf Sicherheitsvorfälle vorhalten.
