Europa
Berliner Stadtverwaltung
Die Berliner Stadtverwaltung wird von einer Ransomware-Gruppe erpresst, nachdem Hacker die Systeme der Stadt kompromittiert und 5,79 TB Daten abgezogen haben.
Der Datenverstoß wurde Anfang August entdeckt, nachdem sich Angreifer Zugang zu den Systemen der Stadt verschafft und eine beträchtliche Menge an Informationen abgezogen hatten. Da die Ermittlungen noch andauern, konnten die Behörden bislang weder den Inhalt noch den Umfang der betroffenen Daten bestätigen.
Die Ransomware-Gruppe „Rhysida“ hat inzwischen auf ihrer Website die Verantwortung für den Angriff übernommen und erklärt, sie habe 5,79 TB an Daten aus der Stadtverwaltung entwendet. Nach Angaben der Gruppe umfassen die gestohlenen Daten 46.500 Verträge, E-Mails, Telefonnummern, Passwörter und andere vertrauliche Informationen. Sie fordert 30 Bitcoin, was umgerechnet etwa 2,5 Millionen US-Dollar entspricht.
Wie sich dies auf Ihr Unternehmen auswirken könnte
Die Zahlung eines Lösegelds ist niemals eine Garantie dafür, dass gestohlene Daten nicht dennoch veröffentlicht oder verkauft werden. Cyberkriminelle haben kaum einen Anreiz, ihr Wort zu halten, sobald die Zahlung erfolgt ist. Ransomware-resistente Backups, eine solide Strategie zur Geschäftskontinuität und Notfallwiederherstellung (BCDR) sowie eine proaktive Überwachung von Bedrohungen können den Unterschied zwischen einer überschaubaren Wiederherstellung und einer kostspieligen Pattsituation mit den Angreifern ausmachen. Die Überwachung des Dark Webs kann zudem eine Frühwarnung liefern, falls gestohlene Daten auftauchen, noch bevor eine formelle Forderung gestellt wird.
