Die Woche in den Nachrichten zu Datenschutzverletzungen

Diese Woche: Bei einem Datenleck an der University of Pennsylvania wurden die Daten von 1,2 Millionen Menschen offengelegt, im Rahmen einer groß angelegten Phishing-Kampagne, bei der sich die Täter als Booking.com ausgaben, wurden Hotels ins Visier genommen, und Google warnt Nutzer vor sechs großen Betrugsmaschen, die derzeit im Internet grassieren.

Die Woche in den Nachrichten zu Datenschutzverletzungen

Vereinigte Staaten

Die Universität von Pennsylvania

Branche: BildungswesenSicherheitslücke: Hacking

Die University of Pennsylvania bestätigte am 5. November einen massiven Datenleck, bei dem personenbezogene Daten von Studierenden, Absolventen, Mitarbeitern und Angehörigen der Universitätsgemeinschaft offengelegt wurden. Berichten zufolge waren bei dem Datenleck mehr als 1,2 Millionen Datensätze betroffen.

Der Cybervorfall kam am 31. Oktober ans Licht, als mehrere Mitglieder der Penn-Gemeinschaft E-Mails erhielten, die angeblich von der Graduate School of Education (GSE) der Universität stammten. Die Universität bestätigte später, dass bestimmte Systeme, die mit ihren Entwicklungs- und Alumni-Aktivitäten in Verbindung stehen, kompromittiert worden waren. Zu den gestohlenen Daten gehören personenbezogene Daten (PII) – von denen einige Jahrzehnte zurückreichen – sowie Bankdaten. Die Universität erklärte jedoch, dass keine medizinischen Daten von dem Datenleck betroffen seien.

Laut Penn begann der Angriff mit einem Social-Engineering-Betrug. Nachdem die Universitätsmitarbeiter von dem Vorfall erfahren hatten, sperrten sie die betroffenen Systeme umgehend, konnten jedoch weder den Versand der betrügerischen E-Mails noch den Diebstahl der sensiblen Daten verhindern.

Quelle

Wie sich dies auf Ihr Unternehmen auswirken könnte

Berichten zufolge könnte das Fehlen einer Multi-Faktor-Authentifizierung (MFA) bei einigen Konten dem Angreifer einen Einstiegspunkt für diesen Angriff geboten haben. Dies unterstreicht, wie wichtig es ist, die MFA für alle Benutzerkonten durchzusetzen und strengere Zugriffskontrollen einzuführen. Diese einfachen, aber entscheidenden Maßnahmen können das Risiko eines unbefugten Zugriffs erheblich verringern und den Schaden durch Social-Engineering-Angriffe begrenzen.

Vereinigte Staaten

Oglethorpe

Branche: GesundheitswesenSicherheitslücke: Hacking

Oglethorpe, ein in Florida ansässiges Netzwerk von Anbietern von Behandlungen im Bereich psychische Gesundheit und Suchtbekämpfung, gab einen schwerwiegenden Datenverstoß bekannt, von dem mehr als 92.000 Personen betroffen waren.

Der Anbieter, der Einrichtungen in Florida, Louisiana und Ohio betreibt, informierte Patienten darüber, dass ihre geschützten Gesundheitsdaten (PHI) von Hackern gestohlen worden waren. Laut einer Meldung an die Generalstaatsanwaltschaft von Maine begann der Cybersicherheitsvorfall am 15. Mai und wurde am 6. Juni entdeckt. Im Anschluss an eine Untersuchung, die am 23. Oktober abgeschlossen wurde, stellte sich heraus, dass sensible Daten kompromittiert worden waren, darunter Namen, Geburtsdaten, Sozialversicherungsnummern, Führerscheinnummern und medizinische Informationen.

Oglethorpe sieht sich nun mit zunehmenden rechtlichen Herausforderungen konfrontiert, da Patienten beginnen, Klagen einzureichen, in denen sie Bedenken hinsichtlich Identitätsdiebstahls, Betrugs und des Missbrauchs ihrer personenbezogenen Daten äußern.

Quelle

Wie sich dies auf Ihr Unternehmen auswirken könnte

Einrichtungen des Gesundheitswesens sind aufgrund des hohen Werts medizinischer und personenbezogener Daten nach wie vor Hauptziele für Cyberkriminelle. Dieser Vorfall unterstreicht, wie wichtig robuste Maßnahmen zur Datenverwaltung sind – darunter starke Verschlüsselung, rechtzeitige Erkennung von Bedrohungen und strenge Zugriffskontrollen –, um Patienteninformationen zu schützen und das Vertrauen zu wahren.

Nordamerika

Booking.com

Branche: Gastgewerbe und FreizeitSicherheitslücke: Phishing

Eine groß angelegte Phishing-Kampagne zielt auf die globale Hotellerie ab, wobei die Angreifer darauf aus sind, sich unbefugten Zugriff auf Hotelbuchungsplattformen, darunter Booking.com, zu verschaffen.

Im Rahmen dieser Kampagne werden Hotelmanager dazu verleitet, Phishing-Seiten im Stil von „ClickFix“ aufzurufen, die ihre Anmeldedaten stehlen und die Ransomware „PureRAT“ installieren. Die Angreifer nutzen kompromittierte E-Mail-Konten, um überzeugende Spear-Phishing-Nachrichten zu versenden, die den Anschein erwecken, von legitimen Buchungsplattformen zu stammen. Sobald Hotelmitarbeiter auf diese Links klicken, werden sie auf bösartige Websites weitergeleitet, die Ransomware installieren und Anmeldedaten abgreifen.

Diese seit April 2025 aktive Operation ist Teil eines zunehmenden Trends von Phishing-Angriffen auf Hotelbuchungssysteme. Die Angreifer verkaufen entweder gestohlene Konten von Buchungsplattformen in Cyberkriminalitätsforen oder nutzen diese, um betrügerische E-Mails an Hotels und Gäste zu versenden und so Finanzbetrug zu begehen.

Quelle

Wie sich dies auf Ihr Unternehmen auswirken könnte

ClickFix ist ein Phishing-Framework, das gefälschte Anmeldeportale erstellt, um Zugangsdaten zu stehlen und Malware wie Ransomware zu verbreiten. Um solche Angriffe zu verhindern, sollten Unternehmen ihre Mitarbeiter darin schulen, Phishing-Versuche zu erkennen, die Multi-Faktor-Authentifizierung (MFA) für alle Konten durchzusetzen und fortschrittliche E-Mail-Sicherheitstools einsetzen, um bösartige Links zu erkennen und zu blockieren, bevor sie die Nutzer erreichen.

Nordamerika

Google-Nutzer

Branche: TechnologieSicherheitslücke: Hacking

Das „Trust & Safety“-Team von Google hat eine neue Betrugswarnung für alle Nutzer herausgegeben und dabei alarmierende Zahlen veröffentlicht: 57 % der Erwachsenen sind im vergangenen Jahr auf einen Betrugsversuch hereingefallen, und 23 % gaben an, dadurch Geld verloren zu haben.

Das Unternehmen warnte seine Nutzer vor sechs wichtigen Betrugstrends, auf die sie achten sollten: Online-Stellenbetrug, Erpressung durch negative Bewertungen, Betrug durch Nachahmung von KI-Produkten (Künstliche Intelligenz), bösartige VPN-Apps und -Erweiterungen, Betrug im Zusammenhang mit der Rückforderung von Betrugsopfern sowie saisonale Feiertagsbetrügereien. Google wies zudem darauf hin, dass Betrüger zunehmend KI-Tools einsetzen, um ihre Aktivitäten auszuweiten und zu optimieren, wodurch ihre Betrugsmaschen schwerer zu erkennen sind.

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Wie sich dies auf Ihr Unternehmen auswirken könnte

Da Angreifer KI einsetzen, um immer ausgefeiltere Betrugsversuche zu starten, können Unternehmen dieselbe Technologie nutzen, um ihre Abwehrmaßnahmen zu stärken. Der Einsatz von KI für die kontinuierliche Überwachung, die Erkennung von Anomalien und automatisierte Reaktionen hilft Unternehmen dabei, Bedrohungen schneller zu erkennen und Benutzerkonten sowie sensible Daten wirksamer zu schützen.

Nordamerika

Monsta FTP

Branche: TechnologieExploit: Zero-Day-Sicherheitslücke

Sicherheitsforscher haben eine aktiv ausgenutzte Sicherheitslücke im Monsta FTP entdeckt, die die Ausführung von Remote-Code (RCE) ermöglicht. Monsta FTP ist ein webbasierter FTP-Client, der weltweit von Finanzinstituten, Unternehmen und Privatanwendern genutzt wird.

Mit Monsta FTP können Nutzer Website-Dateien direkt über einen Browser hochladen, herunterladen und verwalten. Dank dieser praktischen Funktion ist das Programm bei Nutzern als Alternative zur Installation separater Software sehr beliebt. Forscher haben nun eine kritische Sicherheitslücke in Monsta FTP identifiziert (CVE-2025-34299), die es Angreifern ermöglicht, ohne Authentifizierung beliebigen Code auf anfälligen Servern auszuführen.

Diese RCE ermöglicht es einem Hacker, das System dazu zu bringen, eine von ihm kontrollierte Datei herunterzuladen und an einem beliebigen Ort auf dem Server zu speichern. Ein solcher Zugriff kann zur vollständigen Kompromittierung des Servers, zum Datendiebstahl oder zum Einsatz von Ransomware führen.

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Wie sich dies auf Ihr Unternehmen auswirken könnte

Die Ausführung von Remote-Code auf öffentlich zugänglichen Tools ist eines der gefährlichsten Risiken, denen ein Unternehmen ausgesetzt sein kann. Stellen Sie sicher, dass exponierte Webanwendungen umgehend gepatcht werden, beschränken Sie den Zugriff von Webadministratoren und überwachen Sie Server auf ungewöhnliche Dateidownloads oder neue Dienste. Regelmäßige Schwachstellenscans und strenge Kontrollmechanismen bei der Bereitstellung verringern das Angriffsfenster für Angreifer.

Vereinigte Staaten

Behörden des Bundesstaates Nevada

Branche: Regierung und öffentlicher SektorSicherheitslücke: Ransomware und Malware

Ein am 5. November vom Bundesstaat Nevada veröffentlichter forensischer Bericht bestätigte, dass der Ransomware-Angriff im August dadurch ausgelöst wurde, dass ein Staatsbediensteter versehentlich ein mit Malware infiziertes Tool von einer gefälschten Website heruntergeladen hatte.

Der Angriff im August war ein groß angelegter Vorfall, von dem mehr als 60 Behörden des Bundesstaates Nevada betroffen waren, darunter das Ministerium für Gesundheit und Soziales, die Kraftfahrzeugbehörde und das Ministerium für öffentliche Sicherheit. Die Ermittler stellten fest, dass die Ransomware am 14. Mai in das Netzwerk eingedrungen war und mehrere Wochen lang unentdeckt blieb. Die Malware installierte eine Hintertür, die es Hackern ermöglichte, über das Remote-Desktop-Protokoll auf kritische Systeme und sensible Dateien zuzugreifen.

Die Behörden in Nevada weigerten sich, das Lösegeld zu zahlen, und konnten etwa 90 % der betroffenen Daten wiederherstellen. Der Wiederherstellungsprozess kostete den Bundesstaat jedoch rund 1,3 Millionen Dollar.

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Wie sich dies auf Ihr Unternehmen auswirken könnte

Dieser Vorfall ist ein deutliches Beispiel dafür, wie ein einziger Fehler eines Mitarbeiters einem Unternehmen massiven Schaden zufügen kann. Unternehmen sollten regelmäßigen Sensibilisierungsschulungen für ihre Mitarbeiter Priorität einräumen, um diese dabei zu unterstützen, gefälschte Websites, verdächtige Downloads und Phishing-Versuche zu erkennen.

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