Die Zukunft ist schon da: KI-Erkenntnisse von der Hauptbühne der Kaseya Connect

Am ersten Tag der Kaseya Connect 2025 herrschte auf der Hauptbühne während der Keynote zum AI Showcase eine elektrisierende Stimmung, als zwei Vordenker – Allie Miller, CEO von Open Machine, und Nadir Merchant, General Manager der IT Operations Suite bei Kaseya – im Rampenlicht standen, um eines der drängendsten Themen der modernen IT zu beleuchten: künstliche Intelligenz (KI).

Der Stand der KI: Von der Theorie zur Praxis

Allie Miller eröffnete die Keynote mit einer spannenden Analyse der aktuellen KI-Landschaft und erklärte, dass wir uns nicht mehr in der Anfangsphase befinden – wir sind bereits im zweiten Akt angelangt. Da ChatGPT schneller als jede andere Plattform in der Geschichte die Marke von 100 Millionen Nutzern erreicht hat, schreitet die Einführung von KI in einem beispiellosen Tempo voran. Was früher ein Jahrzehnt an Fortschritten im Bereich der KI erforderte, geschieht heute innerhalb eines Jahres (oder sogar noch schneller).

Miller betonte, dass KI präziser, erschwinglicher und zugänglicher geworden sei. Von Quantenphysikern bis hin zu normalen Nutzern – die Voraussetzungen gleichen sich rasch an. Ihre Kernbotschaft: Wer glaubt, sich erst noch auf KI vorzubereiten, hinkt bereits hinterher.

Die „3P-Methodik“ für AI-First-Unternehmen

Miller stellte ihr 3P-Modell – People, Process, Product – vor, um Unternehmen dabei zu helfen, neu zu überdenken, wie KI einen ganzheitlichen Mehrwert schaffen kann:

  • Menschen: Befähigen Sie Ihre Mitarbeiter mit KI-Tools, die die Produktivität deutlich steigern.
  • Prozess: Automatisierung und Optimierung der Backoffice-Abläufe.
  • Produkt: KI sollte in den gesamten Produktentwicklungsprozess integriert werden und nicht nur als nachträglicher Zusatz dienen.

Sie stellte praktische Anwendungsbeispiele vor, darunter:

  • Morgan Stanley: Das Unternehmen hat einen internen KI-Assistenten eingeführt, um Vermögensverwaltern einen schnelleren Zugriff auf Wissensdatenbanken zu ermöglichen. Die Kunden erhielten weiterhin Unterstützung durch menschliche Mitarbeiter, diese wurde jedoch durch schnellere, KI-gestützte Antworten ergänzt.
  • Walmart: Das Unternehmen setzte ein KI-Verhandlungstool ein, das eine Abschlussquote von 68 % erzielte und damit das Ziel von 20 % bei weitem übertraf. Überraschenderweise zogen es 75 % der Lieferanten vor, mit der KI zu verhandeln, da sie sich dadurch ernst genommen fühlten und ihre Geschäfte schneller abgeschlossen werden konnten.

KI mag zwar ursprünglich in der Unternehmenswelt ihren Anfang genommen haben, doch mittlerweile ermöglicht sie es Unternehmen jeder Größe, mit ihren Kunden in Kontakt zu treten und ihre Arbeitsabläufe zu optimieren.

KI ist Ihr neuer Kunde

Miller gab einen zum Nachdenken anregenden Einblick: Ihre Kunden nutzen bereits KI, um Ihr Unternehmen zu bewerten. Sie stellte Beispiele wie „Manus“, einen autonomen KI-Einkaufsassistenten, sowie den Einsatz von KI bei „Stitch Fix“ vor, wo Produktbeschreibungen in weniger als einer Minute erstellt werden.

Von No-Code-Tools wie Locofy bis hin zu KI-generierten Stellenbewertungen, die mit Claude AI im Handumdrehen erstellt werden – es ist offensichtlich, dass das Zeitalter der KI-gestützten Personalisierung in Echtzeit angebrochen ist.

KI für die IT nutzbar machen

Nadir Merchant von Kaseya brachte das Thema auf den Punkt und legte den Schwerpunkt auf praktische KI-Innovationen für IT-Fachleute. Er wies darauf hin, dass zwar heute jedes Technologieprodukt mit dem Begriff „KI“ versehen werde, echte KI jedoch ergebnisorientiert, nutzerbezogen und auf relevanten Daten basierend sein müsse.

Er stellte Kaseyas Vision für Cooper AI vor, die nun wie folgt lautet:

  • 11.000 Nutzer haben Cooper AI mehr als 300.000 Mal genutzt.
  • Werkzeuge, mit denen Techniker ihre Aufgaben pro Woche 30-mal schneller erledigen können.
  • Seit der Einführung im März 2025 wurden mit dem „Smart SOP Generator“ von Cooper Copilot über 13.000 SOPs erstellt.

Die Cooper-AI-Roadmap: Wie geht es weiter?

Merchant stellte eine ambitionierte Produkt-Roadmap vor, die IT-Fachleuten dabei helfen soll, intelligenter statt härter zu arbeiten. Zu den kommenden Cooper-AI-Innovationen gehören:

  • Smart SOP Generator v2 (15. Mai): Automatische Aufzeichnung und Dokumentation der Tätigkeiten der Techniker
  • „Smart Triage“ für „ Autotask “ (Juni): Intelligente Priorisierung von Tickets
  • Smart Assessment – Zusammenfassung: Fasst Risiken und Leistung zusammen
  • Cooper Copilot für Datto RMM: Nutzt KI-gestützte Erkenntnisse, um die Erkennung und Behebung von Problemen in Datto RMM zu beschleunigen
  • Cooper Coach: Analysiert das bisherige Ticketverhalten, um zukünftige Verbesserungen zu ermöglichen
  • Intelligenter Cybersicherheitsassistent für „ SaaS Alerts “: Bietet KI-basierte Analysen und Anleitungen in Echtzeit für eine schnellere Reaktion auf Bedrohungen

All diese Werkzeuge zielen darauf ab, die Effizienz der Techniker zu steigern und gleichzeitig die Rentabilität zu verbessern.

Abschließende Gedanken: Der Moment der KI ist jetzt gekommen

KI ist längst kein Zukunftskonzept oder Modewort mehr. Sie ist ein aktuelles Geschäftsinstrument, das die Arbeitsweise von IT-Teams, die Produktentwicklung und die Interaktion zwischen Kunden und Unternehmen rasant verändert.

Sowohl Miller als auch Merchant hoben konkrete, messbare Ergebnisse hervor, die Unternehmen heute durch den Einsatz von KI erzielen, darunter:

  • Schnellere Reaktionszeiten und ein besseres Kundenerlebnis
  • Einsparungen bei den Betriebskosten und Effizienzsteigerungen
  • Gesteigerte Produktivität

Kaseyas Ansatz im Bereich KI konzentriert sich auf praktische Anwendungen, die die Arbeitsabläufe der Techniker direkt unterstützen, die Rentabilität steigern und den Zeitaufwand für sich wiederholende Aufgaben reduzieren. Tools wie „Smart Assist“, „Smart Relate“, „Smart Create“ und der in Kürze erscheinende „Smart SOP Generator v2“ werden bereits tausende Male pro Woche von echten IT-Teams eingesetzt.

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