Effektive Netzwerküberwachung und -verwaltung: 5 bewährte Vorgehensweisen
Eine kontinuierliche Netzwerküberwachung ist unerlässlich, um sicherzustellen, dass alle Ihre IT-Netzwerke und -Systeme ein hohes Maß an Verfügbarkeit aufweisen. Tools für das Endpunktmanagement und die Netzwerküberwachung können sowohl agentenbasierte als auch agentenlose (z. B. SNMP) Geräte im Netzwerk überwachen. Sie ermöglichen es IT-Teams, Probleme zu erkennen und zu beheben sowie den reibungslosen Betrieb von Netzwerken und Systemen aufrechtzuerhalten.
Mit dem Wachstum von Unternehmen steigt auch die Anzahl der Endgeräte im Netzwerk. Zudem kann die Netzwerkstruktur immer komplexer werden, was die Verwaltung erschwert. Die Techniker von Managed Service Providern (MSP) können durch die Überwachung dieser komplexen IT-Netzwerke überlastet werden.
Laut dem Ergebnisbericht der MSP-Benchmark-Umfrage 2020 gaben die meisten MSPs (etwa 82 Prozent) bei der Frage nach den Netzwerküberwachungsdiensten, die sie ihren Kunden anbieten, an, dass sie Local Area Network/Wide Area Network (LAN/WAN)-Dienste bereitstellen. Die Überwachung physischer Geräte vor Ort wird von 78 Prozent der MSPs durchgeführt, während die Überwachung virtueller Geräte vor Ort von 68 Prozent der MSPs übernommen wird.
Viele Unternehmen nutzen WAN-Verbindungen, um lokale Netzwerke (LANs) an geografisch verteilten Standorten miteinander zu verbinden. Mit dem Wachstum der Unternehmen steigt der Aufwand an Zeit und Ressourcen, den die IT-Abteilung für die Verwaltung dieser WANs und LANs aufwenden muss.
Heutzutage benötigen Unternehmen eine Netzwerk- und Systemverfügbarkeit von nahezu 100 %, da ihnen andernfalls erhebliche Einbußen bei der Unternehmensproduktivität drohen. Im Folgenden finden Sie einige bewährte Vorgehensweisen, die Ihr MSP umsetzen kann, um die Netzwerkmanagementfunktionen zu optimieren und Probleme zu beheben, um so die Verfügbarkeit und die Kundenzufriedenheit aufrechtzuerhalten.
5 bewährte Verfahren für eine effektive Netzwerküberwachung
1. Erstellen Sie eine Netzwerk-Basislinie, um Warnmeldungen festzulegen
Machen Sie sich ein Bild davon, wie sich das Netzwerk Ihres Kunden normalerweise verhält. Legen Sie auf der Grundlage des normalen Verhaltens des Netzwerks eine Basislinie fest und quantifizieren Sie die Netzwerkleistung, wenn alles reibungslos läuft. Eine solche Basislinie ermöglicht es Netzwerkadministratoren, angemessene Schwellenwerte für Warnmeldungen festzulegen. Diese Warnmeldungen können dem Team helfen, potenzielle Probleme proaktiv zu beheben, bevor es zu einem Netzwerkausfall kommt. Wenn beispielsweise die CPU-Auslastung eines Servers den von Ihnen festgelegten Schwellenwert überschreitet, können Sie das Problem untersuchen, bevor der Server überhitzt und ausfällt.
2. Setzen Sie Tools ein, die eine durchgängige Netzwerktransparenz bieten
Ihr Netzwerküberwachungstool sollte einen vollständigen Überblick über das Netzwerk Ihres Kunden bieten, um potenzielle Probleme zu erkennen und die Ursache eines Vorfalls zu ermitteln. Eine Netzwerktopologiekarte zeigt, wie alle Geräte im Netzwerk miteinander verbunden sind. Dazu gehören sowohl agentenbasierte Geräte – wie Workstations und Server – als auch agentenlose (SNMP-)Geräte. Das Tool sollte den Betriebsstatus (online/offline) der Endpunkte im Netzwerk anzeigen können – zur Verfügbarkeitsüberwachung –, damit leicht erkennbar ist, wo Probleme auftreten.
3. Ein angemessenes Konfigurationsmanagement einführen
Viele Netzwerkprobleme sind auf fehlerhafte Konfigurationen zurückzuführen. Standardisieren Sie die Netzwerkkonfigurationen für bestimmte Gerätekategorien wie LAN-Switches, WAN-Switches usw. Mithilfe des Konfigurationsmanagements können Netzwerkadministratoren sicherstellen, dass Konfigurationsänderungen keine Funktionen beeinträchtigen, die derzeit einwandfrei funktionieren. Unbefugte Änderungen können Sicherheitsrisiken für Ihr Netzwerk mit sich bringen, die zu Datenlecks und Störungen der Geschäftskontinuität führen können. Das Konfigurationsmanagement trägt dazu bei, unbefugte Änderungen zu verhindern, wodurch die Sicherheit Ihres Netzwerks erhöht wird.
Falls Sie aus Audit-Gründen Konfigurationen ändern müssen, dokumentieren Sie alle Änderungen. Sie können die am Netzwerk vorgenommenen Änderungen sogar sichern, für den Fall, dass Sie eine frühere Konfiguration wiederherstellen müssen.
4. Eine Eskalationsmatrix für Warnmeldungen einrichten
Ihre Techniker stehen ständig unter dem Druck, Prioritäten zu setzen und auf Netzwerkprobleme zu reagieren. Es kann vorkommen, dass Probleme unbemerkt bleiben und nicht behoben werden, da mehrere Techniker an verschiedenen Aspekten des Netzwerkmanagements arbeiten. Erstellen Sie einen Plan, in dem festgelegt ist, wer benachrichtigt wird, wenn eine bestimmte Art von Problem auftritt. Darüber hinaus sollte Ihr Plan festlegen, wie Warnmeldungen zu Problemen je nach Schweregrad, verstrichener Zeit und Service-Levels an andere Mitarbeiter eskaliert werden sollen.
5. Automatische Behebung von Netzwerkproblemen aktivieren
Bei der herkömmlichen Netzwerküberwachung werden Endgeräte überwacht und Probleme erkannt. Gehen Sie proaktiv vor, indem Sie mit Ihrem Fernüberwachungs- und -verwaltungstool die automatische Behebung häufiger Probleme ermöglichen, bevor diese den Betrieb Ihrer Kunden beeinträchtigen. Entlasten Sie Ihre vielbeschäftigten Techniker und beheben Sie Störungen schneller.
Im heutigen, von starkem Wettbewerb geprägten Geschäftsumfeld ist die Verfügbarkeit von Netzwerken und Systemen für die Geschäftstätigkeit Ihrer Kunden von entscheidender Bedeutung. Wählen Sie die besten RMM- und Netzwerküberwachungstools aus, um den reibungslosen Betrieb bei all Ihren Kunden sicherzustellen.
Kaseya VSA bietet mit seiner Netzwerkvisualisierungsfunktion vollständige Netzwerktransparenz. Diese umfasst eine Netzwerk-Topologiekarte, die die Verbindungen aller Geräte im Netzwerk veranschaulicht. Dies gilt sowohl für agentenbasierte als auch für agentenlose Geräte. Außerdem können Sie den Betriebsstatus der Endgeräte (Assets) auf einen Blick erkennen.

Wenn Sie in der Topologiekarte auf einen Endpunkt klicken, wird ein QuickView-Fenster angezeigt. Über das QuickView-Fenster haben Sie Zugriff auf detaillierte Informationen zu den Assets. Außerdem können Sie die Tools von VSA zur Fernverwaltung von Endpunkten – „Live Connect“ und „Remote Control“ – nutzen, um auf den Endpunkt zuzugreifen und Probleme zu beheben. Beheben Sie IT-Vorfälle schnell.
Erfahren Sie mehr über die Netzwerktopologiekarte, indem Sie das Informationsblatt„IT-Störungen schneller erkennen und beheben – mit der Netzwerktopologiekarte“ herunterladen.