Fünf Möglichkeiten, wie SIEM die Einhaltung der NIS2-Vorschriften unterstützt
Das Sicherheitsinformations- und Ereignismanagement (SIEM) hat seit seiner Einführung vor über 20 Jahren einen langen Weg zurückgelegt. Ursprünglich wurde die Einführung durch den „Payment Card Industry Data Security Standard“ (PCI DSS) vorangetrieben, doch mittlerweile hat sich das System aufgrund seines ganzheitlichen Ansatzes zur Erkennung und Bekämpfung von Sicherheitsbedrohungen weit verbreitet.
Die isolierte Überwachung eines einzelnen Systems reicht für die moderne Sicherheit nicht mehr aus. Laut dem „Global Incident Response Report“ von Palo Alto Networks betreffen 87 % aller Angriffe Aktivitäten über mehrere Angriffsflächen hinweg, darunter Endgeräte, Netzwerke, die Cloud, SaaS und Identitäten.
Es ist daher keine Überraschung, dass SIEM das Interesse der Gesetzgeber geweckt hat, zumal die NIS2-Richtlinie (die für viele Unternehmen in der EU und indirekt auch für deren Lieferketten gilt) Leitlinien enthält, in denen SIEM ausdrücklich zur Einhaltung der Vorschriften empfohlen wird.
Hier sind fünf Möglichkeiten, wie Kaseya SIEM Unternehmen bei der Einhaltung der NIS2-Vorschriften unterstützt.
1. Mit SIEM lassen sich Sicherheitsvorfälle schneller erkennen
Eine der zentralen Anforderungen von NIS2 ist die Fähigkeit, Cybersicherheitsvorfälle effektiv zu erkennen, zu überwachen und darauf zu reagieren. Dabei geht es darum, die Daten aus dem gesamten Unternehmen zusammenzuführen, um potenzielle Bedrohungen zu erkennen und darauf zu reagieren.
In den Leitlinien heißt es, dass die Möglichkeit, Informationen zwischen verschiedenen Systemen miteinander zu verknüpfen, für die Einhaltung der Vorschriften wichtig ist. Außerdem wird SIEM als Nachweisquelle für den Bereich der Überwachung und Protokollierung im Rahmen des Vorfallmanagements vorgeschlagen.
Ohne diese Koordinationsfähigkeit betrachten Sie einzelne Signale isoliert voneinander. SIEM führt diese Signale zusammen und liefert so ein einheitliches Bild der Bedrohungen für Ihr Unternehmen.
2. SIEM liefert den für die Reaktion auf Vorfälle erforderlichen Kontext
Das Erkennen eines Vorfalls ist nur der erste Schritt.
Unternehmen müssen zudem den Schweregrad der Bedrohung ermitteln, deren potenzielle Auswirkungen einschätzen und entscheiden, wie sie darauf reagieren wollen.
Handelt es sich um ein geringfügiges Sicherheitsproblem, das schnell und ohne weitere Maßnahmen behoben werden kann? Oder ist der Vorfall schwerwiegend genug, um andere Teile Ihrer Sicherheitsplanung in Gang zu setzen?
Das lässt sich nicht spontan entscheiden. Der weitere Vorgehensweg muss im Voraus klar festgelegt werden. Die NIS2-Leitlinien empfehlen, klare Kriterien festzulegen, wonach ein Vorfall als solcher eingestuft wird, wie dessen Schweregrad kategorisiert wird und wie daraufhin entsprechend vorgegangen wird.
Doch gerade die SIEM-Daten – und das Verständnis für die Schwere des Vorfalls – bilden jene Informationsgrundlage, die es Ihnen ermöglicht, die geeigneten Maßnahmen einzuleiten.
3. Automatisierung verkürzt die Reaktionszeiten
Eine schnelle Reaktion auf einen Vorfall kann den Unterschied ausmachen zwischen der Behebung eines Problems im Keim und dem Stillstand Ihres Unternehmens. Laut dem „CrowdStrike Global Threat Report 2025“ benötigen Angreifer nach dem ersten Einbruch durchschnittlich nur 48 Minuten, um sich lateral im System auszubreiten.
Im Rahmen der Reaktion auf Sicherheitsvorfälle empfehlen die NIS2-Leitlinien den Einsatz automatisierter Lösungen. Durch die Automatisierung in den Bereichen Cloud, E-Mail und Endgeräte kann eine sofortige Reaktion ausgelöst werden, noch bevor ein Techniker die Benachrichtigung erhält.
Die automatisierten Reaktionsregeln von Kaseya SIEM wehren Bedrohungen ohne manuelles Eingreifen ab. Sie können die automatisierten Reaktionsregeln entweder sofort verwenden oder sie an Ihre Bedürfnisse anpassen und eigene Regeln erstellen.
4. Maßgeschneiderte Sicherheitslösungen helfen Ihnen, Ihre Ressourcen gezielt einzusetzen
Angesichts der schieren Datenflut, die ein Team überfordern könnte, empfehlen die NIS2-Leitlinien den Einsatz von Automatisierung, um eingehende Warnmeldungen zu sichten und sie je nach Schweregrad zu priorisieren.
NIS2 erkennt an, wie wichtig es ist, Ressourcen auf echte Risiken zu konzentrieren und Fehlalarme so weit wie möglich zu minimieren.
Mit Kaseya SIEM können Sie eigene Indikatoren für Kompromittierungen definieren und den Schweregrad von Warnmeldungen anpassen. In Kombination mit automatisierten Reaktionen können Sie so die Reaktionen genau auf Ihre Umgebung zuschneiden und sicherstellen, dass sich Ihre Teams auf das Wesentliche konzentrieren.
5. Protokolle liefern die Beweise, die Sie nach einem Vorfall benötigen
Es gibt keine festgelegte Vorgehensweise, wie sich eine Untersuchung entwickeln könnte, und auch nicht, was sie überhaupt auslösen könnte. Sollten Prüfer jedoch nach einer Sicherheitsverletzung eine Untersuchung durchführen, ist es von entscheidender Bedeutung, die richtigen Daten zur Hand zu haben.
Die Prüfer werden wahrscheinlich wissen wollen, wie Sie mit dem Vorfall umgegangen sind, welche Daten Sie zur Lösungsfindung herangezogen haben und welche Maßnahmen Sie ergriffen haben. Möglicherweise möchten sie auch erfahren, welche Daten Sie vor dem Vorfall erfasst haben und wie Sie diese Daten interpretiert und darauf reagiert haben.
Mit einer Protokollaufbewahrungsdauer von 400 Tagen deckt Kaseya SIEM diesen Bedarf ab. Und wenn man bedenkt, dass es durchschnittlich 241 Tage dauert, eine Sicherheitsverletzung zu identifizieren und einzudämmen, gewinnt diese Dauer der Protokollaufbewahrung noch mehr an Bedeutung.
Es gibt SIEM – und dann gibt es Kaseya SIEM
Kaseya hat SIEM weiterentwickelt und an moderne Bedrohungen angepasst. Während SIEM schon immer ein leistungsstarkes Werkzeug zur Datenaggregation war, kombiniert Kaseya SIEM KI-gestützte Automatisierung mit einem hohen Maß an Anpassungsmöglichkeiten, sodass Sie Ihre Reaktion auf einen Vorfall individuell gestalten und beschleunigen können.
Die Kosten, die entstehen, wenn keine SIEM-Lösung vorhanden ist, könnten zudem weitreichende Folgen haben. Viele Cyber-Versicherer verlangen mittlerweile den Einsatz eines SIEM-Systems oder eines SOC als Voraussetzung für die Verlängerung der Police. Kaseya SIEM bietet beides.
Neben den automatisierten Reaktionen und maßgeschneiderten Warnmeldungen wird Kaseya SIEM zudem von einem rund um die Uhr verfügbaren SOC unterstützt, das ständig nach Problemen sucht.
NIS2 erfordert die richtigen Tools, die richtigen Mitarbeiter und die richtige Schulung – und durch die Kombination von SIEM und SOC unterstützt Kaseya SIEM Unternehmen dabei, beide Aspekte dieser Anforderung zu erfüllen.