Erkenntnisse aus dem Ende des Supports für Windows XP
Windows 7 sowie Windows Server 2008/R2 erreichen am 14. Januar 2020 das Ende ihres Lebenszyklus. Es sind noch weniger als sechs Monate bis dahin, und dennoch nutzt etwaein Drittelder Windows-Anwender nach wie vor Windows 7. Das Ende des Lebenszyklus (End of Life, EOL) eines Betriebssystems (OS) markiert den Zeitpunkt, ab dem für das Betriebssystem keine Sicherheitspatches, Software-Updates und kein technischer Support mehr bereitgestellt werden.
Im April 2014 lief der Support für Windows XP aus. Viele Unternehmen setzten die Nutzung des Betriebssystems jedoch bis 2018 fort. Nach Ablauf des Supports für Windows 7 bietet Microsoft kostenpflichtige erweiterte Sicherheitsupdates (ESU) an; dies könnte jedoch kostspielig werden, wenn Sie Windows 7 weiterhin auf einer großen Anzahl von Geräten einsetzen.
Falls Sie noch darüber nachdenken, ob (oder wann) Sie Ihr Betriebssystem aktualisieren sollen, lassen Sie uns einen Blick auf die Lehren werfen, die wir aus dem Ende des Supports für Windows XP gezogen haben.
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Angreifer im Bereich der Cybersicherheit werden das veraltete und nicht gepatchte Betriebssystem ausnutzen
Cyberkriminelle entwickeln sich weiter – ebenso wie ihre Angriffe. Schon das Nichtbeheben einer einzigen kritischen Sicherheitslücke kann verheerende Folgen für Ihr Unternehmen haben. Microsoft wird nach Ablauf der Supportfrist keine kostenlosen Sicherheitspatches mehr für Windows 7 bereitstellen. Sie müssen für ESU bezahlen, dessen Preis für Windows 7 Enterprise im ersten Jahr bei 25 US-Dollar pro Gerät beginnt und sich danach jedes Jahr verdoppelt. Da Hacker entschlossener denn je sind, einen Weg zu finden, in Ihre Systeme einzudringen, wird das Ende des Lebenszyklus von Windows 7 für sie ein Glücksfall sein. Als 2017 der WannaCry-Angriff gestartet wurde, liefen auf etwa 98 Prozent der betroffenen Computer Windows 7, doch sie waren nicht gepatcht worden, obwohl der Patch bereits seit mindestens zwei Monaten verfügbar war.
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Die Einhaltung der Vorschriften wird beeinträchtigt
Der Betrieb veralteter und nicht gepatchter Betriebssysteme birgt für Unternehmen das Risiko, die branchenüblichen Compliance-Anforderungen von Vorschriften wie HIPAA und „ DSGVO “ nicht zu erfüllen. Bei Nichteinhaltung dieser Vorschriften drohen den Unternehmen Geldbußen und Strafen. Für in den USA ansässige Organisationen im Gesundheitswesen kann die Nichteinhaltung der HIPAA-Vorschriften zu Geldstrafen in Höhe von 100 bis 50.000 US-Dollar pro Verstoß (bzw. pro Datensatz) führen, wobei die Höchststrafe bei 1,5 Millionen US-Dollar pro Jahr und Verstoß liegt. Verstöße gegen die „ DSGVO “ können Strafen von bis zu 20 Millionen Euro oder 4 Prozent des Vorjahresumsatzes nach sich ziehen.
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Es können Probleme mit der Anwendungskompatibilität auftreten
Die Anwendungskompatibilität stellte bei der Umstellung von Windows XP auf Windows 7 ein großes Problem dar. Während der XP-Umstellung stellten viele Unternehmen fest, dass sie über bestimmte Anwendungen verfügten, die ohne zumindest eine gewisse Neukompilierung nicht mit Windows 7 kompatibel gemacht werden konnten. Dieses Problem könnte auch bei der Umstellung von Windows 7 auf Windows 10 auftreten, wenngleich davon auszugehen ist, dass es dabei weitaus weniger ins Gewicht fallen wird.
Sie möchten (noch) kein Upgrade durchführen? Dann haben Sie noch einige andere Möglichkeiten.
Wie oben erwähnt, können Sie die erweiterten Sicherheitsupdates (ESUs) erwerben. Wenn Sie die kostspieligen ESUs nach 2020 vermeiden und Windows 7 weiterhin nutzen möchten, ist der Umstieg auf Windows Virtual Desktop auf Azure die beste Option. Auf diesen virtuellen Desktops können Sie Windows 7 ausführen und erhalten zudem drei Jahre lang kostenlose ESUs.
Als Microsoft 2013 das Ende des Supports für Windows XP ankündigte, handelten viele Unternehmen nicht schnell genug, um den Umstieg auf Windows 7 zu vollziehen. Als der Stichtag näher rückte, gerieten einige Unternehmen in Zeitnot und begannen erst in den letzten Monaten vor dem Ende des Supports mit den Upgrades. Eine solche Migration in letzter Minute kann das IT-Personal stark belasten und erhöht das Fehlerrisiko. Da nur noch sechs Monate verbleiben, gehen wir davon aus, dass Sie bereits mit der Umstellung auf Windows 7 begonnen haben.
Nehmen Sie an unserem Webinar „Windows 7: Ende des Supports – Setzen Sie Ihr Unternehmen keinem Risiko aus“ teil und erfahren Sie, wie Sie eine erfolgreiche Migration planen können.