Vereinigte Staaten
Dell Technologies
Dell Technologies bestätigte Ende letzten Monats einen Cyberangriff der neuen Cyber-Erpressergruppe „World Leaks“ auf seine Customer Solution Centers – spezialisierte Umgebungen, die für Produktvorführungen und Technologietests genutzt werden.
Dell betonte, dass die betroffenen Systeme von den zentralen Produktionsnetzwerken isoliert seien und keine Kunden- oder Partnerdaten verarbeiteten. Dennoch veröffentlichte World Leaks auf seiner Leak-Website rund 1,3 TB an Daten, bestehend aus über 416.000 Dateien. Zu den durchgesickerten Materialien gehören Berichten zufolge Infrastruktur-Skripte, Systemsicherungen, Mitarbeiterverzeichnisse, Konfigurationsdateien sowie Daten zu Dell-Produkten wie PowerPath, PowerStore und VMware-Tools.
Dell spielte die Auswirkungen des Datenlecks herunter und wies darauf hin, dass das Solution Center in erster Linie synthetische Daten, öffentlich zugängliche Datensätze und nicht sensible interne Informationen verwendet, die ausschließlich zu Demonstrationszwecken bestimmt sind.
Interessanterweise konzentriert sich World Leaks mittlerweile ausschließlich auf Datendiebstahl und Erpressung, anstatt Ransomware einzusetzen, und nutzt dabei eigens entwickelte Tools, um Daten aus kompromittierten Netzwerken zu entwenden. Dieser Ansatz, der sich ausschließlich auf Datenerpressung konzentriert, liegt im Trend, da Kriminelle versuchen, unter dem Radar der Strafverfolgungsbehörden zu bleiben.
Wie sich dies auf Ihr Unternehmen auswirken könnte
Dieser Vorfall spiegelt einen Trend hin zu Erpressungstaktiken wider, von denen die Angreifer glauben, dass sie mit geringeren rechtlichen und finanziellen Risiken verbunden sind als herkömmliche Ransomware-Angriffe.
