Nordamerika
FinWise Bank
Nicht jeder Angriff kommt von außen. Zusätzlich zu der in den letzten Monaten zu verzeichnenden Zunahme von Bedrohungen durch Insider hat das US-Fintech-Unternehmen FinWise Bank gewarnt, dass seine Kundendaten möglicherweise infolge eines böswilligen Insider-Angriffs offengelegt wurden.
Die FinWise Bank, die Bankdienstleistungen und Technologielösungen für Finanzinstitute anbietet, gab bekannt, dass ein ehemaliger Mitarbeiter nach seinem Ausscheiden aus dem Unternehmen möglicherweise auf Kundendaten zugegriffen oder diese erlangt hat. Das in Utah ansässige Unternehmen bestätigte, dass die personenbezogenen Daten von 689.000 Kunden, darunter Informationen wie vollständige Namen und andere nicht näher bezeichnete Datenelemente, möglicherweise kompromittiert wurden. Ein Teil der offengelegten Datensätze stammte von American First Finance (AFF), einem Kreditgeber für Kunden mit schlechter Bonität, der mit FinWise zusammenarbeitet, um Ratenkredite anzubieten.
Laut einer Meldung an die Generalstaatsanwaltschaft von Maine ereignete sich der Vorfall am 31. Mai 2024, wurde jedoch erst am 18. Juni dieses Jahres entdeckt. Als Reaktion darauf bietet FinWise allen betroffenen Kunden 12 Monate lang eine kostenlose Kreditüberwachung und Schutz vor Identitätsdiebstahl an.
Dies ist der jüngste Fall in einer zunehmenden Reihe von schwerwiegenden böswilligen Insider-Angriffen. Anfang Mai war auch Coinbase Global, Inc., eine amerikanische Kryptowährungsbörse, von einem ähnlichen Vorfall betroffen, als ein Support-Mitarbeiter im Ausland ein Bestechungsgeld annahm und Daten von fast 70.000 Kunden stahl.
Wie sich dies auf Ihr Unternehmen auswirken könnte
Bedrohungen durch Insider können ebenso schädlich sein wie Angriffe von außen. Die Durchsetzung strenger Zugriffskontrollen und der Aufbau mehrschichtiger Abwehrmaßnahmen wie der Multi-Faktor-Authentifizierung (MFA) sind entscheidend, um unbefugten Zugriff zu verhindern und das Insider-Risiko zu verringern.
