Nordamerika
Red Hat
Am 2. Oktober bestätigte Red Hat, dass seine GitLab-Instanz für Beratungszwecke kompromittiert worden war, wovon angeblich Daten von mehr als 800 Organisationen aus verschiedenen Branchen wie dem Bankwesen, der Telekommunikation und dem öffentlichen Sektor betroffen waren.
Einen Tag zuvor, am 1. Oktober, hatte die als „Crimson Collective“ bekannte Cyberkriminalitätsgruppe den Datenklau öffentlich bekannt gegeben und behauptet, 570 GB komprimierter Daten aus mehr als 28.000 Repositorien gestohlen zu haben. Zu den gestohlenen Daten gehören Berichten zufolge Customer Engagement Reports (CERs) großer Organisationen, darunter die Bank of America, JPMorgan Chase, Verizon, AT&T, die US-Marine, der US-Senat und die National Security Agency. Red Hat hat inzwischen bestätigt, dass ein unbefugter Zugriff auf eine GitLab-Instanz stattfand, die für interne Aktivitäten von Red Hat Consulting genutzt wurde.
Während das Unternehmen erklärte, der Vorfall beschränke sich auf seine GitLab-Umgebung für Beratungszwecke, veröffentlicht die Cyberkriminalitätsgruppe weiterhin Beispiele der angeblich gestohlenen Repositorys und behauptet, der Datenleck sei weitaus umfangreicher als von Red Hat ursprünglich eingeschätzt.
Wie sich dies auf Ihr Unternehmen auswirken könnte
Wenn ein wichtiger Anbieter angegriffen wird, sollten Sicherheitsteams umgehend alle direkten Geschäftsbeziehungen zu dem betroffenen Unternehmen überprüfen. Es ist wichtig, gemeinsam genutzte Anmeldedaten, Zugriffsberechtigungen und sensible Infrastrukturdaten zu überprüfen, um sicherzustellen, dass Ihre Systeme nicht indirekt gefährdet wurden.
