Europa
Volkswagen
Volkswagen, einer der weltweit größten Automobilhersteller, soll Berichten zufolge von der Ransomware-Gruppe 8Base angegriffen worden sein.
Die Gruppe gab im September 2024 öffentlich bekannt, dass sie in die Systeme von Volkswagen eingedrungen sei. 8Base, die dafür bekannt ist, die Ransomware „Phobos“ einzusetzen und Doppel-Erpressungstaktiken anzuwenden, behauptete, am 23. September 2024 vertrauliche Dateien entwendet zu haben, und drohte, diese bis zum 26. September zu veröffentlichen. Obwohl unmittelbar nach Ablauf der Frist keine Daten auftauchten, listete die Gruppe später die angeblich gestohlenen Informationen auf ihrer Dark-Web-Seite auf, darunter Rechnungen, Buchhaltungsunterlagen, Mitarbeiterakten, Verträge, Zertifikate und zahlreiche Vertraulichkeitsvereinbarungen.
Zwar betont Volkswagen, dass seine zentrale IT-Infrastruktur nicht betroffen sei, doch hat die zurückhaltende Reaktion Fragen hinsichtlich des gesamten Ausmaßes des Vorfalls aufgeworfen und dazu geführt, dass nun spekuliert wird, ob möglicherweise ein System eines Drittanbieters kompromittiert wurde.
Wie sich dies auf Ihr Unternehmen auswirken könnte
Cyberangriffe auf große Unternehmen nutzen häufig Schwachstellen bei Drittanbietern und verbundenen Systemen aus. Um dieses Risiko zu minimieren, müssen Unternehmen die Sicherheitspraktiken ihrer Partner gründlich prüfen, den Datenaustausch überwachen und Protokolle für die Reaktion auf Vorfälle festlegen, die auch Abhängigkeiten in der Lieferkette berücksichtigen.
