Asien und Pazifik
Asus
Asus, der weltweit tätige Computer- und Elektronikhersteller, bestätigte einen Datenverstoß durch einen Drittanbieter, der mit einem seiner Zulieferer in Verbindung steht.
Am 3. Dezember gab das Unternehmen bekannt, dass ein Cybersicherheitsvorfall bei einem seiner Zulieferer Auswirkungen auf einen Teil seiner Daten gehabt habe. Diese Meldung erfolgte nur einen Tag, nachdem die Ransomware-Gruppe „Everest“ Asus auf ihrer Tor-Leak-Seite aufgeführt und behauptet hatte, mehr als 1 TB an Dateien des Unternehmens gestohlen zu haben. Asus erklärte, der Vorfall habe keine Auswirkungen auf seine Produkte, internen Systeme oder die Privatsphäre der Nutzer gehabt. Allerdings sei ein Teil des in Asus-Smartphones verwendeten Quellcodes für die Kamera offengelegt worden.
Dieselbe Ransomware-Gruppe behauptet zudem, Daten anderer großer Softwareanbieter, darunter ArcSoft, veröffentlicht zu haben.
Wie sich dies auf Ihr Unternehmen auswirken könnte
Dieser Vorfall zeigt, wie Ransomware-Gruppen zunehmend Hersteller durch Angriffe auf die Lieferkette ins Visier nehmen. Wenn ein Drittanbieter kompromittiert wird, können Ihre eigenen Daten gefährdet sein, selbst wenn Ihre internen Systeme sicher sind. Um dieses Risiko zu mindern, sollten Unternehmen die Sicherheit ihrer Lieferanten gründlich überprüfen, den Datenaustausch einschränken und den Zugriff der Lieferanten kontinuierlich überwachen.
