Nordamerika
Stryker Corporation
Bei Stryker, Amerikas größtem Hersteller medizinischer Geräte, ist der Betrieb auch mehr als eine Woche nach einem Cyberangriff mit Verbindungen zum Iran weiterhin beeinträchtigt.
Am 11. März bestätigte die Stryker Corporation, dass sie Opfer eines schwerwiegenden Cybervorfalls geworden sei, der sich auf ihre weltweite Microsoft-Umgebung ausgewirkt habe. Der mit dem Iran in Verbindung stehende Akteur „Handala“ bekannte sich zu dem Angriff, der offenbar politisch motiviert und destruktiver Natur ist. Im Gegensatz zu typischen, finanziell motivierten Vorfällen gab es laut Stryker keine Anzeichen für Ransomware oder herkömmliche Malware, was eher auf eine gezielte Kampagne zur Datenvernichtung als auf Erpressung hindeutet.
Berichten zufolge haben die Angreifer möglicherweise Microsoft Intune, die Plattform von Stryker zur Verwaltung mobiler Geräte, ausgenutzt, um weltweit Befehle zur Fernlöschung auf Unternehmensgeräten auszuführen. Die Gruppe gibt an, Tausende von Servern und Endgeräten, darunter Windows-Laptops und Smartphones, gelöscht zu haben, und behauptet, bis zu 50 TB an Unternehmensdaten abgezogen zu haben.
Wie sich dies auf Ihr Unternehmen auswirken könnte
Es ist wichtig zu beachten, dass die Annahme, „die Cloud kümmere sich schon darum“, Unternehmen angreifbar machen kann, wenn Kernsysteme kompromittiert werden. Selbst cloudbasierte Umgebungen wie Microsoft Azure, Microsoft 365 oder Google Workspace können zu Single Points of Failure werden, weshalb es entscheidend ist, unabhängige Backups bei Drittanbietern zu führen. Die Verteilung von Daten auf separate Umgebungen trägt dazu bei, das Risiko einer Abhängigkeit von einer einzigen Cloud zu verringern, und stellt sicher, dass Unternehmen auch bei Ausfällen der primären Plattformen ihre Daten wiederherstellen können.
