Die Woche in den Nachrichten zu Datenschutzverletzungen

Diese Woche: Diese Woche sah sich eine kalifornische Stadt aufgrund eines Ransomware-Angriffs gezwungen, den Notstand auszurufen. Unterdessen warnte Microsoft die Nutzer vor einer zunehmenden Vishing-Kampagne im Zusammenhang mit Teams, und Amazon deckte eine kritische Sicherheitslücke in einer Cisco-Firewall auf, die bereits seit Januar ausgenutzt wird. Darüber hinaus geben mehrere Datenschutzverletzungen im Gesundheitswesen Anlass zur Sorge hinsichtlich der Offenlegung sensibler personenbezogener und medizinischer Daten.

Die Woche in den Nachrichten zu Datenschutzverletzungen

Nordamerika

Microsoft Teams-Nutzer

Branche: TechnologieSicherheitslücke: Phishing

Das „Detection and Response“-Team von Microsoft hat eine Voice-Phishing-Kampagne (Vishing) über Microsoft Teams aufgedeckt, die sich gegen Microsoft-Nutzer richtet.

Bei dieser Kampagne geben sich die Angreifer als IT-Support aus und verleiten die Nutzer dazu, über Microsofts „Quick Assist“ Fernzugriff zu gewähren, wodurch sie sich zunächst Zugriff auf das Gerät verschaffen. Sobald der Zugriff hergestellt ist, wechseln die Angreifer von Social Engineering zu einer direkten Übernahme der Tastatursteuerung. Anschließend leiten sie die Nutzer auf bösartige Websites weiter, auf denen diese aufgefordert werden, ihre Unternehmenszugangsdaten in gefälschte Formulare einzugeben, wodurch der Download mehrerer schädlicher Payloads ausgelöst wird.

Dieser Vorfall verdeutlicht eine zunehmende Zahl von Angriffen, bei denen das Vertrauen der Nutzer, Kollaborationsplattformen und legitime integrierte Tools ausgenutzt werden, um sich Zugang zu verschaffen und sich innerhalb von Umgebungen lateral zu bewegen.

Quelle

Wie sich dies auf Ihr Unternehmen auswirken könnte

Angreifer nutzen zunehmend vertrauenswürdige Tools und Kollaborationsplattformen aus, um sich unbefugten Zugriff zu verschaffen. Bei solchen Vorfällen erzeugen die Angreifer ein Gefühl der Dringlichkeit und des Vertrauens, das die Vorsicht der Benutzer außer Kraft setzen kann. Unternehmen sollten eingehende Kommunikation von nicht verwalteten Teams-Konten einschränken, einen Whitelist-Ansatz für vertrauenswürdige externe Domänen verfolgen und die Nutzung von Fernzugriffstools überprüfen, um das Risiko solcher Vorfälle zu verringern. Auch die Sensibilisierung der Benutzer ist von entscheidender Bedeutung, damit Mitarbeiter verdächtige Anfragen erkennen können, bevor diese Schaden anrichten.

Vereinigte Staaten

Foster City

Branche: Regierung und öffentlicher SektorSicherheitslücke: Ransomware und Malware

Foster City in Kalifornien hat den Notstand ausgerufen, nachdem ein Ransomware-Angriff die städtischen Dienste mehr als eine Woche lang lahmgelegt hatte.

Am 20. März bestätigten Vertreter der Stadtverwaltung, dass die meisten Computersysteme vom Netz genommen worden waren, nachdem am Vortag verdächtige Aktivitäten im Netzwerk festgestellt worden waren. Die Störung hatte erhebliche Auswirkungen auf den Stadtbetrieb, da die meisten öffentlichen Dienste – mit Ausnahme der Notfalldienste – vorübergehend eingestellt wurden. Die Vertreter äußerten zudem Bedenken, dass möglicherweise auf öffentliche Informationen zugegriffen worden sei, was jedoch nicht bestätigt wurde.

Vertreter der Stadtverwaltung gaben an, dass sie Notfallprotokolle aktiviert hätten und nun gemeinsam mit unabhängigen Cybersicherheitsexperten daran arbeiteten, den Vorfall zu untersuchen und die Systeme wiederherzustellen. Obwohl bislang nur wenige Details bekannt sind, wurde den Einwohnern und denjenigen, die mit der Stadt Geschäfte tätigen, empfohlen, ihre Passwörter vorsorglich zu ändern.

Quelle

Wie sich dies auf Ihr Unternehmen auswirken könnte

Angriffe auf öffentliche Dienste nehmen weiter zu, beeinträchtigen wichtige Abläufe und wirken sich auf die Bürger aus, die täglich auf diese Dienste angewiesen sind. Behörden und Organisationen des öffentlichen Sektors sollten ihre Abwehrmaßnahmen durch proaktive Bedrohungsüberwachung, bewährte Strategien für Datensicherung und Notfallwiederherstellung sowie klare Reaktionspläne verstärken, um bei Vorfällen wie diesen die Kontinuität aufrechtzuerhalten.

Nordamerika

Sicherheitslücke in der Cisco-Firewall

Branche: TechnologieExploit: Zero-Day-Sicherheitslücke

Eine Sicherheitslücke, die Cisco Anfang dieses Monats in seinen Firewalls behoben hat, wurde laut dem Threat-Intelligence-Team von Amazon bereits seit mindestens Ende Januar als Zero-Day-Angriff ausgenutzt.

Die als CVE-2026-20131 erfasste Schwachstelle ist eine aus der Ferne ausnutzbare Deserialisierungsschwachstelle in der Cisco Secure Firewall Management Center (FMC)-Software und weist einen maximalen CVSS-Wert von 10 auf. Zwar hat Cisco am 4. März einen Patch veröffentlicht, doch einem Bericht zufolge hat die Cyberkriminalitätsgruppe „Interlock“ die Schwachstelle bereits seit mindestens dem 26. Januar als Zero-Day-Exploit ausgenutzt, was auf eine kritische Lücke bei der Patch-Verteilung hindeutet.

Cisco hat seinen Sicherheitshinweis am 18. März aktualisiert, um Kunden über diese in der Praxis auftretende Ausnutzung zu informieren.

Quelle

Wie sich dies auf Ihr Unternehmen auswirken könnte

Dieser Vorfall verdeutlicht zwar die Verzögerungen auf Anbieterseite, unterstreicht aber zugleich, wie wichtig es ist, dass Unternehmen über ein automatisiertes Patch-Management verfügen. Zeitnahe und automatisierte Updates tragen dazu bei, dass Sicherheitslücken schnell behoben werden, während sich die IT-Teams auf strategischere Sicherheitsinitiativen konzentrieren können.

Vereinigte Staaten

Trinity Health

Branche: GesundheitswesenSicherheitslücke: Datenpanne bei einem Drittanbieter

Trinity Health, ein gemeinnütziges katholisches Gesundheitssystem mit Sitz in Michigan, das mehr als 92 Krankenhäuser in 22 US-Bundesstaaten betreibt, hat einen Datenverstoß bekannt gegeben, der geschützte Gesundheitsdaten (PHI) betrifft.

Trinity Health nutzt automatisierte elektronische Datenaustauschsysteme mit Health Information Exchanges (HIE), um einen nahtlosen Zugriff auf Patientendaten für alle Leistungserbringer zu ermöglichen. Am 13. Januar wurde die Organisation von ihrem HIE-Partner Health Gorilla über einen möglichen unbefugten Zugriff auf Patientendaten informiert. Zu den offengelegten Daten könnten Angaben zur klinischen Versorgung, demografische Informationen, Versicherungsdaten und in einigen Fällen Führerscheinnummern gehören.

Quelle

Wie sich dies auf Ihr Unternehmen auswirken könnte

Sicherheitsverletzungen durch Dritte treten in regulierten Branchen wie dem Gesundheitswesen immer häufiger auf, wo vernetzte Systeme und der Datenaustausch die Angriffsfläche vergrößern. Um das Risiko zu verringern, sollten Gesundheitsdienstleister strenge Sicherheitsprüfungen für Dritte durchsetzen, den Datenaustausch auf das Nötigste beschränken und Integrationen kontinuierlich überwachen, um unbefugte Zugriffe frühzeitig zu erkennen.

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