DNS und Cybersicherheit: Schützen Sie Ihre Remote-Systeme?

DNS und Cybersicherheit: Schützen Sie Ihre Remote-Benutzer vor Cyberbedrohungen?

Während einer kürzlichen Geschäftsreise, als ich in einem Café vor Ort an einem frisch gebrühten Cappuccino nippte, kam mir der Gedanke, dass es interessant sein könnte, die Sicherheit des öffentlich zugänglichen WLAN-Routers zu testen. Obwohl ich eher Netzwerkingenieur als Hacker bin, bin ich immer neugierig auf die Schwachstellen eines Netzwerks, mit dem ich verbunden bin. Als die IP-Adresse des Standard-Gateways zu einer Standard-Anmeldeseite des Routers führte, wurde mir klar, dass der Router möglicherweise anfällig sein könnte. Eine einfache Online-Suche ergab, dass der Standard-Benutzername „admin“ und das Passwort „password“ lautete, was mir uneingeschränkten Zugriff auf die Konfigurationseinstellungen des Routers gewährte.

Wie Sie sich vielleicht vorstellen können, habe ich dem Unternehmen – anstatt Schaden anzurichten – taktvoll darauf hingewiesen, dass es seine Routerkonfiguration überdenken sollte, und habe ihm dabei geholfen, seine Zugangsdaten zu aktualisieren. Dennoch hat diese Erfahrung gezeigt, wie leicht es für jemanden mit potenziell böswilligen Absichten sein kann, ein Netzwerk auszunutzen, dem es an angemessenen Sicherheitsvorkehrungen mangelt.

Schauen wir uns einmal an, inwiefern jeder Nutzer, der sich mit diesem Hotspot verbunden hat, möglicherweise gefährdet war, und wie eine zusätzliche Sicherheitsebene wie der DNS-Schutz dazu beigetragen hätte, mich zu schützen.

Die Gefahren von kostenlosem WLAN

Auch wenn meine Maßnahmen im Café gut gemeint waren, kann es schwerwiegende Folgen haben, wenn ein Router ungepatcht und schlecht konfiguriert bleibt. Zumindest könnte jemand aus Unfug die Einstellungen des Routers verändern, um den Internetzugang zu stören, beispielsweise durch Ändern der SSID oder des WLAN-Passworts. Das muss zwar nicht unbedingt böswillig sein, wäre aber auf jeden Fall sehr lästig.

Allerdings wären nicht alle Änderungen am Router harmlos. Würden beispielsweise die DNS-Einstellungen (Domain Name System) geändert und auf einen Server unter ihrer Kontrolle umgeleitet, könnten Hacker den DNS-Cache manipulieren und so als Antwort auf Anfragen falsche IP-Adressen bereitstellen. Dies könnte nicht nur das Risiko von Malware- oder Phishing-Angriffen für jeden verbundenen Nutzer erheblich erhöhen, sondern nun könnten sogar die Browser-Lesezeichen eines Nutzers eine Sicherheitslücke darstellen. Da die meisten Nutzer ihre eigenen Lesezeichen kaum in Verdacht ziehen würden, sind sie besonders anfällig für solche Risiken.

Der wachsende Bedarf an mehr Sicherheit

Es ist wichtig zu beachten, dass die Gefahren durch ungesicherte Router seit dem Aufkommen der Telearbeit exponentiell zugenommen haben. Trotz dieser Entwicklung sind sich viele Telearbeiter leider nicht bewusst, dass öffentliche WLAN-Standorte wie Cafés und sogar ihr eigenes Heimnetzwerk nur so sicher sind wie ihre WLAN-Router. Wenn Router nicht sicher gehalten und auf dem neuesten Stand gehalten werden, kann dies verheerende Folgen haben.

Beispielsweise gehen Mitarbeiter, die nicht mehr ins Büro pendeln, möglicherweise davon aus, dass sie gut gerüstet sind, sobald sie zu Hause über einen Internetanschluss verfügen. Doch genau wie unsere Computer müssen auch diese Netzwerke korrekt konfiguriert werden und erfordern regelmäßige Updates, um Sicherheitslücken zu schließen und Cyberkriminelle fernzuhalten. Berichte zeigen, dass die meisten Router ebenfalls Sicherheitslücken aufweisen, die Netzwerke angreifbar machen könnten, und dass die werkseitig voreingestellten Passwörter häufig unverändert bleiben – ja, es gibt Viren, die gezielt auf Router mit diesen Schwachstellen abzielen. Daher können wir uns in unserer neuen Normalität nicht mehr allein auf die Unternehmensfirewall verlassen; wir benötigen fortschrittlichere Tools und zusätzliche Sicherheitsebenen, um diese Remote-Szenarien zu bewältigen, wie beispielsweise DNS-Schutz.

Die Vorteile des DNS-Schutzes

Wie das Beispiel des unsachgemäß gesicherten WLAN-Netzwerks zeigt, kann das DNS als Angriffsvektor genutzt werden. Glücklicherweise lässt es sich aber auch zum Schutz einsetzen. Einer der größten Vorteile ergibt sich aus dem Einsatz eines Agenten – denn dadurch werden nicht nur alle DNS-Anfragen gefiltert, sondern auch vom Agenten selbst bearbeitet, anstatt von einem DNS-Resolver des Remote-Netzwerks. Durch die konsequente Nutzung einer vertrauenswürdigen Quelle für die DNS-Auflösung profitieren Nutzer somit von einer gefilterten DNS-Antwort, die laut Daten die Anzahl der erkannten Viren und Malware um über 27 % im Vergleich zu Geräten senkt, auf denen lediglich Endgeräteschutz eingesetzt wird.

Ein weiterer Vorteil von DNS Protection ist die Möglichkeit, verfügbare Inhalte zu kontrollieren. In manchen Fällen lässt sich das Risiko von Bedrohungen bereits verringern, indem Nutzer von Bereichen ferngehalten werden, in denen bekanntermaßen ein höherer Anteil an schädlichen Inhalten vorliegt, wie beispielsweise Torrent-Seiten. Darüber hinaus kann es für manche Nutzer von Vorteil sein, Websites zu blockieren, von denen bekannt ist, dass sie die Produktivität beeinträchtigen.

Die durch das DNS gebotene Transparenz kann ebenfalls sehr hilfreich sein, da sich damit Geräte identifizieren lassen, die möglicherweise kompromittiert wurden, indem ungewöhnliche Anfragen – wie beispielsweise solche an Command-and-Control-Server oder Botnets – gekennzeichnet werden. Da DNS-Informationen zu historischen Zwecken herangezogen werden können, lässt sich zudem feststellen, ob Nutzer oder Geräte bereits zuvor gefährdet waren, wenn Bedrohungen aufgedeckt werden, wie beispielsweise beim SolarWinds-Hack.

DNS-Filterung von OpenText Cybersecurity

Letztendlich stehen Managed Service Provider (MSPs) angesichts unserer neuen Remote-Belegschaft vor größeren Herausforderungen als je zuvor. Durch den Einsatz von Webroot™ DNS Protection können MSPs eine cloudbasierte Lösung nutzen, die mit BrightCloud®-Bedrohungsinformationen ausgestattet ist, um eine proaktive DNS-Filterung bereitzustellen, die potenzielle Bedrohungen abwehrt, bevor sie die Nutzer und Netzwerke ihrer Kunden erreichen.

Was die Lösung von Webroot von anderen Optionen unterscheidet, ist ihr erweiterter Funktionsumfang. Dazu gehört die Unterstützung von DoH (DNS over HTTPS) sowohl im Netzwerk als auch auf dem Agenten, was zu einer zuverlässigen und sicheren Kommunikation beiträgt. Darüber hinaus wird die patentierte Funktion „DNS Leak Prevention“ der Lösung, die im dritten Quartal 2023 eingeführt wird, ein höheres Maß an Kontrolle über verschlüsseltes DNS bieten und es so vereinfachen, alternative Quellen für die DNS-Auflösung zu blockieren.

Besonders hervorzuheben ist, dass OpenText nun einen eigenständigen Agenten für Webroot DNS Protection anbietet, der mithilfe der bereitgestellten MSI-Datei schnell bereitgestellt werden kann. Diese zusätzliche Sicherheitsebene lässt sich nun unabhängig installieren und bietet MSPs damit die Möglichkeit, die Sicherheit zu verbessern – unabhängig von ihrer Endpunktlösung.

Weitere Informationen zu Webroot DNS Protection von OpenText Cybersecurity finden Sie auf unserer Website unter https://www.webroot.com/us/en/business/products/dns-protection.  

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