Häufige Phishing-Taktiken, die Unternehmen gefährden

Phishing funktioniert, weil es Menschen ausnutzt, nicht die Technologie. Sicherheitssysteme sind darauf ausgelegt, verdächtigen Code zu blockieren und Eindringlinge zu erkennen, doch Menschen lassen sich weitaus leichter beeinflussen. Mitarbeiter sind darauf konditioniert, vertrauten Namen zu vertrauen, schnell auf Aufforderungen von Vorgesetzten zu reagieren und rasch zu handeln, wenn etwas dringend erscheint. Angreifer machen sich diese Instinkte zunutze, da sie wissen, dass selbst die besten Abwehrmaßnahmen umgangen werden können, wenn nur eine einzige Person einen falschen Schritt macht.

Laut Verizons „Data Breach Investigations Report 2025“waren bei 60 % der Datenschutzverletzungen menschliche Faktoren beteiligt, wobei der Missbrauch von Zugangsdaten und Phishing zu den Hauptursachen zählten. Diese starke Abhängigkeit von menschlichem Versagen macht Phishing zu einer klassischen Form des Social Engineering.

Inwiefern spielt Social Engineering dabei eine Rolle?

Social Engineering ist eine weit gefasste Taktik, bei der menschliches Verhalten manipuliert wird, um Zugang oder Informationen zu erlangen. Anstatt Systeme zu knacken, bringen Angreifer Menschen dazu, auf einen Link zu klicken, ein Passwort preiszugeben oder eine scheinbar harmlose Datei zu öffnen. Das Ziel besteht darin, jemanden dazu zu verleiten, den Angreifern den Zugang zu verschaffen, den sie benötigen, um Daten zu stehlen, tiefer in Netzwerke vorzudringen oder Finanzbetrug zu begehen.

Was ist der Unterschied zwischen Phishing und Social Engineering?

Phishing ist eine spezielle Form des Social Engineering. Dabei werden digitale Nachrichten – E-Mails, SMS oder Beiträge in sozialen Medien – genutzt, um Vertrauen zu schaffen oder ein Gefühl der Dringlichkeit zu erzeugen und Menschen dazu zu verleiten, schnell zu handeln. Was Phishing auszeichnet, ist die Art der Übermittlung. Social Engineering kann insgesamt viele Formen annehmen, von Telefonbetrug bis hin zu persönlicher Manipulation, während sich Phishing auf die digitale Kommunikation als Kanal der Täuschung konzentriert.

Wie wird Social Engineering bei Phishing-Angriffen eingesetzt?

Die meisten Mitarbeiter sind kooperativ; sie neigen dazu, Anweisungen zu befolgen, die scheinbar von Autoritätspersonen stammen, und sie fühlen sich unter Druck gesetzt, wenn in einer Nachricht Dringlichkeit betont wird. Angreifer gestalten ihre Nachrichten so, dass sie genau diese Instinkte auslösen – eine dringende Passwortzurücksetzung, eine Aufforderung des Geschäftsführers oder eine Warnung, dass ein Konto gesperrt wird.

Wenn diese Hinweise in einer E-Mail, einer SMS oder sogar einer Nachricht in sozialen Medien auftauchen, reagieren die Menschen oft, bevor sie innehalten und die Quelle hinterfragen. Genau auf diese schnelle Reaktion setzen Angreifer. Indem Phishing Social Engineering in die digitale Kommunikation einbindet, verwandelt es alltägliche Interaktionen in risikoreiche Momente, die den Betriebsablauf stören und sensible Daten gefährden können.

Arten von Phishing-Angriffen

Phishing lässt sich nicht pauschal beschreiben. Angreifer wenden je nach ihren Zielen unterschiedliche Taktiken an, und durch den Einsatz von KI lassen sie sich immer schwerer aufdecken. Der „Cost of a Data Breach Report 2025“ von IBM ergab, dass bei 16 % der Datenlecks KI zum Einsatz kam, am häufigsten bei Phishing und Deepfake-Identitätsbetrug. Von gefälschten Websites über KI-generierte Deepfakes bis hin zu Schadcode – diese Angriffe entwickeln sich schneller weiter, als die Abwehrmaßnahmen darauf reagieren können.

Da sich Phishing so schnell weiterentwickelt, ist es wichtig, die gängigsten Angriffsarten zu kennen, darunter:

Business Email Compromise (BEC)

Kriminelle hacken oder fälschen geschäftliche E-Mail-Konten, um sich als Führungskräfte oder Lieferanten auszugeben. Sie fordern dringende Zahlungen oder sensible Daten an und ahmen dabei häufig den Schreibstil mithilfe von KI nach. So könnte ein Mitarbeiter beispielsweise eine scheinbar dringende Überweisungsanforderung von seinem Finanzvorstand erhalten. Der „Cost of a Data Breach Report“ von IBM zeigt zudem, wie wirkungsvoll diese Methode mittlerweile geworden ist – generative KI verkürzt die Erstellungszeit von Phishing-E-Mails von 16 Stunden auf nur fünf Minuten.

Spear-Phishing

Gezielte E-Mails, die mit persönlichen oder geschäftlichen Angaben verfasst wurden, um bestimmte Personen zu täuschen. Dank generativer KI lassen sich solche Kampagnen leicht skalieren. Beispiel: Ein gefälschter Link zu einem Projektdokument dient dazu, die Zugangsdaten von Mitarbeitern abzugreifen.

Phishing-Angriffe

Angreifer geben sich in sozialen Medien als Kundensupport aus, um Nutzer dazu zu verleiten, ihre Zugangsdaten preiszugeben. Durch KI generierte Profile lassen die Konten echt erscheinen. Beispiel: Ein „Support-Mitarbeiter“ versendet einen gefälschten Link, um eine Beschwerde zu klären.

Markenmissbrauch

E-Mails geben sich als vertrauenswürdige Unternehmen aus, indem sie ähnliche Domains oder gefälschte Websites verwenden. Beispiel: Eine gefälschte Anmeldeseite eines Unternehmens stiehlt Zugangsdaten*.*

Phishing nach Anmeldedaten

Dient dazu, Benutzernamen und Passwörter zu stehlen, oft in Verbindung mit BEC oder der Vortäuschung einer Markenidentität. Beispiel: Eine gefälschte Rechnungs-E-Mail leitet auf ein gefälschtes Anmeldeportal weiter.

Smishing

SMS-Nachrichten, die bösartige Links oder Aufforderungen enthalten. Beispiel: Eine gefälschte Bankbenachrichtigung fordert die Nutzer dazu auf, ihre Konten zu sichern.

Quishing (QR-Code-Phishing)

Betrügerische QR-Codes führen zu gefälschten Websites oder Malware. Beispiel: Ein QR-Code in einer E-Mail leitet zu einer gefälschten Anmeldeseite weiter.

So schützt „ Kaseya 365 Endpoint“ vor Phishing

Kaseya 365 Endpoint wurde entwickelt, um IT-Teams eine intelligentere und zuverlässigere Möglichkeit zur Abwehr von Phishing-Angriffen zu bieten. Im Gegensatz zu eigenständigen Tools vereint es Sicherheit, Automatisierung und Überwachung in einem Abonnement und bietet Ihnen so die nötige Transparenz und den erforderlichen Schutz auf Endgeräteebene.

Und so hilft es:

  • Echtzeit-Erkennung und -Blockierung von Bedrohungen: Schädliche Dateien und Links werden automatisch analysiert und gestoppt, bevor sie die Endnutzer erreichen, wodurch die Abhängigkeit von der manuellen Erkennung verringert wird.
  • Verhaltensanalyse zur Erkennung sich weiterentwickelnder Bedrohungen: Die KI-gestützte Überwachung sucht nicht nur nach bekannten Signaturen, sondern erkennt auch verdächtiges Verhalten und ist somit wirksam gegen neue Phishing-Taktiken, einschließlich KI-generierter Angriffe.
  • Integrierte Endpoint-Sicherheit: Antivirus, EDR und Patch-Management arbeiten auf einer einzigen Plattform zusammen und schließen so die Lücken, die durch fragmentierte Tools entstehen.
  • Integrierte Automatisierung: „ Kaseya 365 Endpoint“ automatisiert Updates, Patches und Reaktionen, spart IT-Teams Zeit und sorgt dafür, dass die Systeme auch ohne ständige Überwachung geschützt bleiben.
  • Transparenz und Berichterstellung: Administratoren können erkennen, wo Phishing-Versuche stattfinden, welche Endgeräte ins Visier genommen wurden und wie das System die Bedrohungen abgewehrt hat, was dazu beiträgt, die Abwehrmaßnahmen im Laufe der Zeit zu stärken.
  • Zuverlässige Datensicherung: Wichtige Daten werden automatisch geschützt und können wiederhergestellt werden. Selbst wenn ein Angriff unbemerkt bleibt, können Unternehmen ihre Systeme schnell wiederherstellen und längere Ausfallzeiten vermeiden.
  • Pro-Nutzer profitieren von MDR-Diensten: MDR stellt ein rund um die Uhr verfügbares Sicherheitsteam zur Verfügung, das nach komplexen Bedrohungen sucht und so eine schnellere Erkennung sowie eine fachkundige Reaktion gewährleistet, falls Phishing zu einem Einbruch führt.

Schützen Sie Ihr Team vor Phishing

Phishing zielt immer auf menschliches Verhalten ab. Mit „ Kaseya 365 Endpoint“ verfügen Sie über eine Lösung, die darauf ausgelegt ist, solche Angriffe abzuwehren, bevor sie Erfolg haben – damit sich Ihr Team auf das Wachstum des Unternehmens konzentrieren kann und nicht auf die Bewältigung von Sicherheitsvorfällen. Um zu sehen, welchen Unterschied dies machen kann, vereinbaren Sie noch heute eine Demo von „ Kaseya 365 Endpoint“.

Eine umfassende Plattform für IT- und Sicherheitsmanagement

Kaseya 365 ist die Komplettlösung für die Verwaltung, Absicherung und Automatisierung der IT. Durch nahtlose Integrationen über alle wichtigen IT-Funktionen hinweg vereinfacht sie den Betrieb, erhöht die Sicherheit und steigert die Effizienz.

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