Was ist Fernzugriff und wie funktioniert er?

Das Verständnis des Fernzugriffs ist entscheidend, um verschiedene Plattformen optimal nutzen zu können und die Produktivität von Mitarbeitern im Homeoffice sicherzustellen. Dank Fernzugriffssoftware müssen Nutzer nicht mehr im Büro anwesend sein, um auf ein Netzwerk oder eine Datei zuzugreifen, und IT-Techniker müssen neue Systeme nicht mehr vor Ort integrieren. Dies bietet erhebliche Vorteile. So können Mitarbeiter von überall aus arbeiten, und IT-Mitarbeiter können Endgeräte aus der Ferne überwachen und verwalten.

In diesem Blogbeitrag wird erläutert, wie Fernzugriff funktioniert, welche verschiedenen Möglichkeiten es gibt, ihn zu nutzen, welche Vorteile er bietet, welche Bedeutung er hat und vieles mehr.

Was ist Fernzugriff?

Fernzugriffslösungen ermöglichen die Vernetzung verschiedener Geräte und erhöhen so die Flexibilität bei der Arbeit. In seiner einfachsten Form ist Fernzugriff die Möglichkeit, von einem Ort aus eine Verbindung zu einem Computer oder Netzwerk an einem anderen Ort herzustellen. Dies kann auf verschiedene Weise geschehen, unter anderem über das Internet, über ein virtuelles privates Netzwerk (VPN) oder mithilfe spezieller Software, wie beispielsweise eines Toolszur Fernüberwachung und -verwaltung (RMM), mit dem ein Computer einen anderen steuern kann. Zu einem sicheren Fernzugriff gehören nicht nur VPNs, sondern auch Fernzugriffssoftware zur effizienten Verwaltung von Remote-Arbeit. TeamViewer und andere Fernzugriffstools sind bekannte Beispiele für diese Technologie.

IT-Techniker oder Mitarbeiter müssen nicht mehr vor Ort sein, um IT-Support zu leisten oder zu erhalten. Ein Techniker kann mithilfe von Fernzugriffstools und -technologien eine Fernverbindung herstellen und ein Gerät unterstützen. In unserer Welt nach der Pandemie, in der hybrides Arbeiten im Mittelpunkt steht, erleichtern Fernzugriffslösungen den Mitarbeitern das Arbeiten von zu Hause oder jedem anderen Ort aus. Sie können sich außerhalb der Stadt befinden und Ihr Unternehmen dennoch reibungslos führen. Fernsupportdienste sorgen zusammen mit Fernzugriffstools dafür, dass die Bedürfnisse der Kunden schnell und effizient erfüllt werden.

Was ist ein Beispiel für Fernzugriff?

Ein Beispiel für Fernzugriff ist, wenn Sie sich über einen Computer, ein Smartphone oder ein Tablet von einem anderen Standort aus mit einem anderen Computer oder Netzwerk verbinden.

Es gibt verschiedene Alltagssituationen, in denen der Fernzugriff zum Einsatz kommt. Wenn Sie beispielsweise von zu Hause aus auf Dateien auf Ihrem Arbeitscomputer zugreifen müssen, nutzen Sie dazu den Fernzugriff. Ebenso würden Techniker den Fernzugriff nutzen, wenn sie ein Problem auf dem Computer eines Mitarbeiters beheben müssen, der im Homeoffice arbeitet.

In diesen beiden Fällen wie auch in vielen anderen bietet der Fernzugriff eine bequeme Möglichkeit, an Informationen, Software oder Unterstützung für die Erledigung Ihrer Arbeit zu gelangen, ohne physisch im Büro anwesend sein zu müssen. Beliebte Fernzugriffsanwendungen wie Kaseya VSA oder Datto RMM bieten Fernsupport und stellen sichere Verbindungen für datensensible Aktivitäten bereit.

Was ist der Unterschied zwischen Fernzugriff und Fernsteuerung?

Der Fernzugriff ermöglicht es Ihnen, auf Dateien und Anwendungen auf dem Computer einer anderen Person zuzugreifen, ohne die Kontrolle über diesen zu übernehmen. Dies ist nützlich für Personen, die aus der Ferne arbeiten müssen, wie beispielsweise Telearbeiter oder Menschen, die häufig auf Reisen sind.

Mit der Fernsteuerung hingegen können Sie von Ihrem eigenen Computer aus die Kontrolle über den Computer einer anderen Person übernehmen. Diese Funktion wird häufig von IT-Support-Mitarbeitern genutzt, um Probleme auf dem Computer einer anderen Person zu beheben.

Wie funktioniert der Fernzugriff?

Wie bereits erwähnt, bezeichnet der Begriff „Fernzugriff“ die Möglichkeit, aus der Ferne auf einen Computer oder ein Netzwerk zuzugreifen. Dafür gibt es viele verschiedene Möglichkeiten, doch alle erfordern die Verwendung bestimmter Protokolle, Tools, Software und Verbindungen.

Die gängigste Methode für den Fernzugriff ist die Nutzung eines virtuellen privaten Netzwerks (VPN). VPNs werden häufig in Unternehmen eingesetzt, damit Mitarbeiter von zu Hause oder von unterwegs auf Unternehmensressourcen zugreifen können.

Eine weitere gängige Methode zur Bereitstellung von Fernzugriff ist das Remote Desktop Protocol (RDP), ein von Microsoft entwickeltes proprietäres Protokoll, das auch mit Mac-Betriebssystemen kompatibel ist. IT-Fachleute nutzen RDP, um Daten zwischen verbundenen Computern auszutauschen oder Probleme auf anderen Computern zu beheben. Darüber hinaus verschlüsselt RDP die Daten vor der Übertragung, wodurch es eine sichere Möglichkeit darstellt, Informationen über öffentliche Netzwerke auszutauschen.

Sie können auch SSH (Secure Shell) verwenden, um eine sichere Verbindung zu einem anderen Computer herzustellen und Dateien hin und her zu übertragen.

Viele Tools und Dienste ermöglichen es den Nutzern zudem, aus der Ferne auf Dateien auf anderen Computern zuzugreifen. Dazu gehören Lösungen wie Dropbox, Google Drive und Microsoft OneDrive.

Welche verschiedenen Arten von Fernzugriffsmethoden gibt es?

Grundsätzlich gibt es drei Arten von Fernzugriffsmethoden: direkt, indirekt und über VPN.

Der direkte Fernzugriff ist die gängigste und einfachste Form des Fernzugriffs. Dabei wird über das Internet mithilfe eines Computers oder eines anderen Geräts eine direkte Verbindung zu einem anderen Computer oder Gerät hergestellt.

Für den indirekten Fernzugriff ist in der Regel ein Zwischenserver erforderlich, beispielsweise ein webbasierter E-Mail-Dienst, der Nachrichten zwischen zwei Computern oder Geräten weiterleitet.

VPNs stellen eine sichere, private Verbindung zwischen zwei Computern oder Geräten über das Internet her.

Im Folgenden werden einige gängige Methoden für den Fernzugriff vorgestellt:

  • Point-to-Point-Protokoll (PPP): PPP ist ein TCP/IP-Protokoll, das zur Verbindung zweier Computersysteme über ein Telefonnetz oder das Internet verwendet wird. Es handelt sich um ein Kommunikationsprotokoll der Datenverbindungsschicht, das zwei Router direkt miteinander verbindet, ohne einen Host oder ein anderes Netzwerkprotokoll zu nutzen. Es kann Loopback-Verbindungen authentifizieren, Übertragungen verschlüsseln und Daten komprimieren.
  • Point-to-Point-Protokoll über Ethernet (PPPoE): PPPoE ist eine Kombination aus PPP und dem Ethernet-Protokoll der Verbindungsschicht, die Benutzer über eine Bridge oder einen Zugangskonzentrator mit einem Netzwerk von Hosts verbindet. Es kapselt IP-Pakete und überträgt sie mithilfe von PPP über eine Ethernet-Verbindung.
  • Serial Line Internet Protocol (SLIP): SLIP ist ein einfaches Protokoll, das über serielle Schnittstellen und Router unter Verwendung von TCP/IP kommuniziert und so die Kommunikation zwischen Rechnern ermöglicht, die zuvor für die direkte Kommunikation untereinander konfiguriert waren.
  • Point-to-Point Tunneling Protocol (PPTP): PPTP ist ein Netzwerkprotokoll, das zur Verbindung mit VPNs verwendet wird. Personen, die eine Verbindung zu einem Netzwerk an einem anderen Standort als ihrem eigenen herstellen möchten, nutzen dieses Protokoll.
  • Layer-Two-Tunneling-Protokoll (L2TP): L2TP-Verbindungen, auch als „virtuelle Leitungen“ bezeichnet, ermöglichen es Unternehmensnetzwerken, die den Remote-Benutzern zugewiesenen IP-Adressen zu verwalten. Dadurch können Remote-Benutzer kostengünstig auf Unternehmensnetzwerke zugreifen. L2TP verfügt über zwei Tunnelmodi. Der freiwillige Tunnel endet am Remote-Client, während der obligatorische Tunnel beim Internetdienstanbieter (ISP) endet.
  • Remote Desktop Protocol (RDP): RDP wird verwendet, um aus der Ferne auf einen Desktop-Computer zuzugreifen. Benutzer des Remote-Desktops können ihr Arbeitssystem aus der Ferne bedienen (z. B. um Dateien zu bearbeiten oder zu erstellen) und Anwendungen ausführen, genau wie sie es tun würden, wenn sie direkt vor ihrem Computer säßen.
  • Remote Access Services (RAS): RAS fungiert als Gateway oder Server, über den Benutzer aus der Ferne eine Verbindung zum internen lokalen Netzwerk (LAN) eines Unternehmens herstellen können.
  • Remote Authentication Dial-In User Service (RADIUS): RADIUS bietet zentralisierte AAA-Verwaltungsdienste (Authentifizierung, Autorisierung und Abrechnung) für Fernzugriffsbenutzer in einem verteilten Einwahlnetzwerk.
  • Terminal Access Controller Access Control System (TACACS): TACACS ist ein Authentifizierungsprotokoll, das die Fernkommunikation mit einem UNIX-Server ermöglicht.
  • Internet Protocol Security (IPsec): IPsec stellt verschlüsselte Verbindungen zwischen Geräten her und gewährleistet die Sicherheit der über öffentliche Netzwerke übertragenen Daten.

Was ist die gängigste Form des Fernzugriffs?

Ein VPN ist die gängigste Methode, um über das Internet eine sichere Verbindung zu einem privaten Netzwerk herzustellen. Mit einem VPN können Sie auf Ressourcen im privaten Netzwerk zugreifen, als wären Sie physisch mit diesem verbunden. Unternehmen nutzen VPNs häufig, um ihren Mitarbeitern den Fernzugriff auf Unternehmensressourcen zu ermöglichen. Auch Privatpersonen nutzen sie, um sich sicher mit öffentlichen WLAN-Netzwerken zu verbinden und ihre Privatsphäre im Internet zu schützen.

Mithilfe eines Endpunktmanagement-Tools können Sie Skripte erstellen, um VPNs einzurichten, die Remote-Mitarbeitern einen sicheren Zugriff auf Ihre Büroumgebung ermöglichen. Darüber hinaus wird der VPN-Zugriff für Endbenutzer vereinfacht. Sobald die VPN-Clients auf allen Ihren Remote-Endgeräten installiert sind, können Sie diese Clients in Ihrem Endpunktmanagement-Tool überwachen, um sicherzustellen, dass sie ordnungsgemäß funktionieren. Sollte der Client ausfallen, können Sie das Problem auch automatisch beheben, indem Sie den VPN-Client über richtliniengesteuerte Skripte neu starten.

Warum ist der Fernzugriff wichtig?

In einer zunehmend mobilen und vernetzten Welt ist der Fernzugriff wichtiger denn je. Er ermöglicht es Mitarbeitern, von überall, zu jeder Zeit und mit jedem Gerät zu arbeiten. Außerdem bietet er Unternehmen die Möglichkeit, unabhängig vom Standort in Echtzeit mit Kunden und Partnern in Kontakt zu treten.

Der Fernzugriff bietet zahlreiche Vorteile, doch die folgenden sind besonders hervorzuheben:

  • Gesteigerte Produktivität: Mitarbeiter können von überall, zu jeder Zeit und mit jedem Gerät arbeiten. Diese Flexibilität kann zu einer höheren Produktivität führen, da die Mitarbeiter ihre Zeit besser einteilen und ihre Arbeit an private Verpflichtungen anpassen können.
  • Verbesserte Zusammenarbeit: Der Fernzugriff ermöglicht es den Teammitgliedern, unabhängig von ihrem Standort in Echtzeit zusammenzuarbeiten. Dies trägt zur Verbesserung der Kommunikation und der Teamarbeit bei.
  • Geringere Kosten: Unternehmen können die Kosten für Büroflächen und Ausrüstung senken, wenn Mitarbeiter im Homeoffice arbeiten können. Zudem können Unternehmen Reisekosten einsparen, indem sie Besprechungen und Konferenzen online abhalten. Darüber hinaus unterstützt der Fernzugriff das „Bring Your Own Device“-Konzept (BYOD), sodass Arbeitgeber keine hohen Investitionen in die Anschaffung von Computern für neue Mitarbeiter tätigen müssen.
  • Erhöhte Sicherheit: Bei ordnungsgemäßer Umsetzung trägt der Fernzugriff zur Verbesserung der Sicherheit bei, da er eine bessere frühzeitige Erkennung und Behebung potenzieller Cybersicherheitsverletzungen ermöglicht. Zudem können Daten extern außerhalb des Unternehmensstandorts gespeichert werden, wodurch das Risiko eines Datenverlusts im Katastrophenfall verringert wird.

Was sind einige Vorteile des Fernzugriffs?

Dank Fernzugriff können Sie den reibungslosen Betrieb Ihres Unternehmens unabhängig von der wirtschaftlichen Lage aufrechterhalten. Außerdem sorgt er dafür, dass Ihr Betrieb auch dann weiterläuft, wenn eine Naturkatastrophe wie ein Hurrikan oder eine Pandemie eintritt und die Geschäftskontinuität gefährdet.

Die meisten MSPs wissen, wie schwierig es ist, mit den sich ständig ändernden Anforderungen ihrer Kunden Schritt zu halten. Dank nahtlosem Fernzugriff können MSPs die Endgeräte ihrer Kunden jederzeit und von überall aus überprüfen. Darüber hinaus senkt die Bereitstellung von Dienstleistungen per Fernzugriff die Kosten, gewährleistet die Kontinuität der Dienstleistungen und steigert die Kundenzufriedenheit. Kunden empfehlen MSPs mit einer schnelleren Reaktionszeit eher weiter als solche ihrer Mitbewerber.

Für interne IT-Teams steigert ein unterbrechungsfreier IT-Service die Mitarbeiterzufriedenheit und trägt so zu einer höheren Produktivität und einer geringeren Fluktuation bei. Darüber hinaus hilft der Fernzugriff Unternehmen dabei, die mit der Betreuung der Mitarbeiter vor Ort verbundenen Betriebskosten zu senken, und ermöglicht es IT-Teams, die Bearbeitungszeiten von Supportanfragen zu verkürzen und so Ausfallzeiten zu minimieren. Mitarbeiter können problemlos Wissen austauschen, um Projekte abzuschließen, und auf modernste Technologien zugreifen, um ihre Produktivität zu steigern.

Ein häufiges Anliegen von MSPs und internen IT-Teams ist die Gewährleistung der Sicherheit, wenn Mitarbeiter und Kunden im Homeoffice arbeiten. Die Möglichkeit, Schwachstellen aus der Ferne zu überwachen und zu beheben, ermöglicht es Technikern, die Sicherheit von Netzwerken und Geräten – also im Grunde der gesamten IT-Infrastruktur – zu gewährleisten.

Was ist Fernzugriffssoftware?

Mit einer Fernzugriffssoftware können Sie aus der Ferne auf Ihr Gerät zugreifen, ohne es physisch vor sich zu haben. Wenn Sie eine Fernverbindung zu einem Gerät herstellen, können Sie den Bildschirm sehen, auf die Dateien zugreifen und die Software auf dem Gerät nutzen – genau so, als wären Sie persönlich vor Ort.

Software für Fernüberwachung und -verwaltung (RMM) ist ein unverzichtbares Werkzeug für jedes Unternehmen, das über eine Flotte verwalteter Geräte verfügt. Mit diesen Lösungen können Unternehmen ihr eigenes Netzwerk und das ihrer Kunden im Blick behalten, die Verfügbarkeit und Leistung überprüfen und generell stets den Überblick behalten.

Ein RMM-Tool ist zudem hilfreich, um den Fernzugriff auf Ihr Netzwerk von außen über ein erweitertes VPN oder ein Fernzugriffsmanagementsystem zu verwalten. Mit diesen Tools können Sie festlegen, welche Benutzer über Fernzugriffsrechte verfügen, und die Gerätenutzung nachverfolgen, sodass Sie wissen, wer wann Zugriff auf welche Daten hat.

Benutzer können über verschiedene Kanäle Fernzugriff auf das Netzwerk Ihres Unternehmens erhalten – über ein lokales VPN, ein internetbasiertes VPN (auch als Cloud-VPN bezeichnet), eine SaaS-Anwendung usw. Unabhängig davon, welche Art von externem Fernzugriff Sie einrichten, sind Verwaltung und Überwachung erforderlich, um ein optimales Sicherheits- und Leistungsniveau zu gewährleisten.

Nutzen Sie den Fernzugriff mit Kaseya VSA

VSA ist das einzige Tool, das Sie für die Fernverwaltung Ihrer Endgeräte benötigen. Über LiveConnect können Sie Ihre Endgeräte von überall und zu jeder Zeit überwachen, steuern und Fehler beheben, ohne den Benutzer dabei zu stören. Sie können jedes Gerät fernsteuern, darunter PCs, Macs, Linux-Rechner, Switches, Server, Netzwerkgeräte, Drucker und vieles mehr. Außerdem können Sie automatisierte Agent-Prozesse direkt über die Fernsteuerung ausführen.

Es ist unmöglich, in diesem Artikel alle Vorteile der Fernzugriffsfunktionen von VSA zu erläutern. Die beste Möglichkeit, sich ein Bild davon zu machen, ist die praktische Erfahrung. Vereinbaren Sie noch heute einen Termin für eine Demo von VSA und entdecken Sie, wie einfach es ist, Ihre dezentralen Mitarbeiter und Ihre IT-Umgebung zu verwalten.

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