Bericht: Fast 70 % der Unternehmen rechnen im Jahr 2026 mit einem Phishing-Angriff
Die Landschaft der Cyberbedrohungen entwickelt sich rasend schnell weiter. Die Herausforderungen, denen Unternehmen gegenüberstehen, die Art und Weise, wie Budgets verteilt werden, und die Erwartungen, die Kunden an ihre Anbieter stellen, verändern sich. Um zu verstehen, wie sich Unternehmen darauf einstellen, haben wir KMUs und MSPs befragt, um herauszufinden, wo der größte Druck – und die größten Chancen – im Bereich Cybersicherheit liegen.
Der „Kaseya Cybersecurity Outlook Report 2026“ zeigt auf, wie sich Unternehmen auf eskalierende Bedrohungen vorbereiten, welche Sicherheitsbedenken sie am meisten beschäftigen und wie sie KI einsetzen, um ihre Sicherheitslage zu verbessern. Außerdem wird darin hervorgehoben, was MSPs über die sich wandelnden Prioritäten ihrer Kunden wissen müssen und wie sie ihre Dienstleistungen darauf abstimmen können, um ihre Kunden besser zu bedienen.
Hier sind die wichtigsten Erkenntnisse aus dem Bericht.
Der menschliche Faktor bleibt das schwächste Glied
Unternehmen sehen menschliches Versagen und Social Engineering (29 %) als ihre größten Bedrohungsfaktoren für die nächsten 12 Monate an. Unsere Umfrage zeigt, dass diese Schwachstelle auf mangelhafte Nutzerpraktiken (30 %), fehlende Schulungen für Endnutzer (29 %) und begrenzte Fachkenntnisse im Bereich Cybersicherheit (27 %) zurückzuführen ist – Faktoren, die nach wie vor die Hauptursachen für Cybervorfälle sind.
Die Ergebnisse zeigen zudem, dass das Sicherheitsbewusstsein in den Unternehmen gering ist: Jede dritte Organisation bietet Sicherheitsschulungen nur einmal im Jahr oder seltener an. Der Aufbau einer starken Cybersicherheitskultur durch regelmäßige Schulungen und fachkundige Beratung ist für die Sicherheit von Unternehmen von entscheidender Bedeutung.
Phishing ist nach wie vor die größte Cyberbedrohung für Unternehmen
Phishing gilt nach wie vor als die schädlichste und hartnäckigste Bedrohung für die Cybersicherheit. Unsere Umfrage ergab, dass 68 % der Unternehmen davon ausgehen, in den nächsten 12 Monaten Opfer eines Phishing-Angriffs zu werden – ein deutliches Zeichen dafür, wie unerbittlich diese Angriffe mittlerweile geworden sind.
Der Posteingang ist das neue Schlachtfeld. Mehr als die Hälfte der Unternehmen (56 %) war im Laufe der Zeit von Phishing-Angriffen betroffen, und fast die Hälfte (49 %) hat allein im vergangenen Jahr einen solchen Angriff erlebt. Phishing hat sogar andere untersuchte Bedrohungen wie Viren und Malware (32 %) sowie Business Email Compromise (27 %) überholt.
Da Angreifer immer raffinierter vorgehen, bleibt die E-Mail sowohl der häufigste Angriffspunkt als auch die größte Chance für KI-gestützte Abwehrmaßnahmen, wirklich etwas zu bewirken.
Ausfallzeiten und Verluste aufgrund von Cybervorfällen nehmen weiter zu
Cybervorfälle sind mehr als nur IT-Störungen – sie können ein ganzes Unternehmen lahmlegen. Wenn die Abwehrmaßnahmen versagen, sind die Folgen unmittelbar und kostspielig. Vier von zehn Unternehmen mussten nach einem Sicherheitsvorfall mindestens einen ganzen Tag Ausfallzeit hinnehmen, wodurch der Betrieb zum Erliegen kam und bleibende Schäden entstanden.
In einem Geschäftsumfeld, das rund um die Uhr in Betrieb ist und in dem jede Sekunde zählt, können Sicherheitsvorfälle nicht nur zu Produktivitätsverlusten, sondern auch zu Vertrauensverlust und Umsatzausfällen führen. Fast 20 % der Unternehmen erlitten durch einen einzigen Cybersicherheitsvorfall Verluste in Höhe von 100.000 US-Dollar oder mehr.
Der Einsatz von KI nimmt zu, jedoch nicht ohne Befürchtungen
Der Einsatz von KI in Unternehmen nimmt zu; allerdings geben mehr als 80 % der Unternehmen an, dass eine menschliche Aufsicht erforderlich ist. Dies führt zu einer Vertrauenslücke, die das volle Potenzial der KI einschränkt. Tatsächlich vertrauen nur 12 % voll und ganz darauf, dass KI autonom arbeiten kann.
Derzeit wird KI am häufigsten in den Bereichen E-Mail-Sicherheit (49 %), erweiterter Endgeräteschutz (34 %) sowie Erkennung von Bedrohungen und Anomalien (32 %) eingesetzt. Dennoch halten Bedenken hinsichtlich der Genauigkeit (29 %), des Datenschutzes (27 %) und der Kosten (19 %) viele weiterhin davon ab, diese Technologie zu nutzen.
KI hat sich zweifellos zu einem mächtigen Verbündeten im Kampf gegen Cyberkriminalität entwickelt, doch viele betrachten sie nach wie vor als Partner und nicht als Ersatz.
Die Sicherheitsbudgets steigen
Die Sicherheitsbudgets wachsen stetig, wenn auch vorsichtig. Die meisten Unternehmen wenden 10 % bis 50 % ihres IT-Budgets für Sicherheit auf, wobei der Großteil der Ausgaben eher am unteren Ende dieser Spanne liegt. Dies zeigt, dass Cybersicherheit zwar geschäftskritisch ist, aber dennoch mit anderen IT-Prioritäten konkurriert.
Fast 50 % der Unternehmen planen, ihre Budgets für Cybersicherheit in den nächsten 12 Monaten aufzustocken, wobei 68 % ein moderates Wachstum von 5 % bis 25 % erwarten.
Die vollständigen Ergebnisse einsehen
Verschaffen Sie sich einen umfassenden Überblick über die sich ständig weiterentwickelnde Cybersicherheitslandschaft von heute. Der „Kaseya Cybersecurity Outlook Report 2026“ befasst sich eingehend damit, wie Unternehmen und MSPs die drängendsten Herausforderungen bewältigen – von Ransomware und Bedrohungsüberwachung bis hin zu Cyberversicherungen und der Planung von Maßnahmen zur Reaktion auf Vorfälle. Laden Sie den vollständigen Bericht herunter , um Einblicke in die Cybersicherheitslandschaft von morgen zu gewinnen und zu erfahren, wie Sie Ihre Kunden sicher durch das Jahr 2026 und darüber hinaus begleiten können.